In den Salzwedeler Ortsteilen wird auf die Telekom gesetzt

Sprung auf den Internetzug in der Westaltmark

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Blick auf Henningen aus luftiger Höhe: Dieser Salzwedeler Ortsteil soll wie weitere Dörfer bald vom schnellen Internet profitieren. Innerhalb der nächsten Woche sollen weitere Gespräche mit der Telekom folgen.

Henningen / Salzwedel. Die Telekom hat angekündigt, in allen Ortsteilen – bis auf Groß und Klein Chüden, Ritze, Hoyersburg und Sienau – für schnelles Internet zu sorgen (AZ berichtete). Darauf wird zum Beispiel im Bereich Henningen schon länger gewartet.

„Wir haben sogar Häuser, die noch nicht mal über einen Festnetzanschluss für Telefon verfügen“, unterstrich Ortsbürgermeisterin Christel Schneppel gestern im AZ-Gespräch. Dieses Problem soll mit Stationen unabhängig des Internetbereichs nun bald gelöst werden. Innerhalb der nächsten Wochen soll es Gespräche mit der Telekom geben. Dabei wird über Details gesprochen. Diese Information gab es am Donnerstag im Ortschaftsrat.

„Nach der Wende wurde bei uns Glasfaser verlegt“, erinnert sich Christel Schneppel, dass bestimmte Voraussetzungen für moderne Internetgeschwindigkeiten vorhanden sind. Die einstige Gemeinde besteht aus Henningen, Andorf, Barnebeck, Groß Grabenstedt, Hestedt, Klein Grabenstedt und Rockenthin. Trotzdem ist eine Internetverbindung in einigen Orten bislang nur über eine Funklösung möglich. Dies könnte sich im Zuge der Telekom-Ausbaupläne nun ändern.

Doch was wird aus den fünf Salzwedeler Orten, die nicht auf der Investitionsliste des Unternehmens stehen? Auf diese Frage konnte Stadtsprecher Andreas Köhler gestern keine eindeutige Antwort geben. Er machte deutlich, dass die Stadtverwaltung den fünf übriggelassenen Ortsteilen zwar grundsätzlich helfen will, aber der Telekom als privatwirtschaftliches Unternehmen keine Vorgaben machen könne.

„Der Stadtverwaltung sind da erst einmal die Hände gebunden. Wir haben da aber ein Auge drauf“, so Köhler zur AZ. Der Stadtsprecher meinte außerdem, dass sich die Situation in einigen Jahren wieder ändern könnte und dass es zudem noch andere technische Lösungen – beispielsweise per Funk – gibt.

Von Christian Ziems und Jens Heymann

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