Bürgermeisterin will mit Verkäufen Salzwedel retten

Das Sparplanplus für Salzwedel: 14,5 Millionen Euro

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Was mit dem Märchenpark geschieht, wenn die Jeetze-Landschaftssanierung aufgelöst werden sollte, ist offen.

Salzwedel. Knapp 9,6 Millionen Euro Altschulden, die Stadtkasse ist leer – Bürgermeisterin Sabine Blümel hat nach ihrem Amtsantritt Inventur gemacht und ausgerechnet, wie der Stadt noch in diesem Jahr zu helfen ist.

Fast 14,5 Millionen Euro will sie aus Verkäufen und Betriebsauflösungen zusammenbekommen und damit die Altschulden sowie 1,7 Millionen Euro Liquiditätshilfe vom Land begleichen. Am Ende bleiben dann sogar noch fast 3,2 Millionen Euro auf der Haben-Seite übrig.

Voraussetzung dafür wäre das Umsetzen eines ein Acht-Punkte-Plans, den die Bürgermeisterin erarbeitet und gestern Abend hinter verschlossenen Türen der von ihr ins Leben gerufenen so genannten Finanz-Task-Force vorlegte. Diese besteht aus Mitgliedern des Finanzausschusses und gestern auch den hinzugerufenen Fraktionsvorsitzenden.

Die Millionen, die die Salzwedel retten sollen, sollen vor allem aus Verkäufen von 1510 Hektar Stadtwald bei Hoyersburg, Gerstedt und König-stedt, des Forstbetriebshofes Hoyersburg, der Avacon-Aktien, der Vita und des Bürgercenters kommen. Letzteres will die Stadt dann mieten. Über 25 Jahre gerechnet, trotz eines Plus von 3,5 Millionen Euro, insgesamt ein Verlust von über einer Million Euro. Außerdem sollen der KulTour-Eigenbetrieb und die Jeetze-Landschaftssanierung aufgelöst werden.

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