Solarpark-Betreiber wird auch in Ritze aktiv

Tausende Pfähle in Fuchsberg gerammt: Ab September fließt Sonnenstrom

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Heiko Werner (l.) hat neun Hektar von seinem Fuchsberg verpachtet. Dort wird ein Solarpark gebaut, der ab September 7,5 Megawatt Sonnenstrom liefern soll. Derzeit werden tausende Pfähle für die Solartische in das alte Rollfeld gerammt.

Salzwedel. Vier Jahre lang ist am Solarpark auf dem Fuchsberg geplant worden – ab nächsten Monat soll von dort aus Strom ins öffentliche Netz eingespeist werden. Rund 7,5 Megawatt erzeugt die Anlage, die auf insgesamt neun Hektar errichtet wird.

Die alte Rinderzuchtanlage bei Ritze soll abgerissen werden, um Platz für einen Solarpark zu schaffen.

Im Auftrag der Enerpark Hamburg werden auf dem ehemaligen Fliegerhorst gerade tausende Pfähle ins alte Rollfeld gerammt, auf denen bis zum Monatsende die so genannten Solartische montiert werden, die die Sonnenenergie einfangen und in Strom umwandeln. Zuvor hatten Kampfmittelbeseitiger das Gebiet gesäubert und von Munitionsaltlasten aus dem Zweiten Weltkrieg befreit (wir berichteten). Auch Biologen hatten das Terrain im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde des Altmarkkreises wochenlang unter die Lupe genommen, berichtet Eigentümer Heiko Werner, der dort auch ein Kieswerk betreibt. Ergebnis: Es wurden Schutzbereiche angelegt, auf denen eine Verwilderung vorgenommen wird. Das beinhaltet auch breite Flure für bestimmte Vogelarten.

Fuchsberg-Eigentümer Werner hat das Areal an die Enerpark verpachtet. Die ist auch an einer anderen Ecke im Gürtel der Hansestadt aktiv. Auf das Gelände der ehemaligen Rinderzuchtanlage bei Ritze, das in den vergangenen Jahren zusehends verkommen ist, will die Enerpark ebenfalls eine Photovoltaik-Anlage errichten. Diese soll nach Abriss der alten Ställe auf einer Fläche von 6,2 Hektar entstehen.

Von Holger Benecke

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