Eichenspinner: Kreis und Kommunen geben Aufträge raus

Schädling wird bekämpft

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Der Eichenprozessionsspinner sorgt vor allem mit seinen Brennhaaren für große Gesundheitsprobleme.

cz / ds Altmarkkreis. Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners soll innerhalb der nächsten 14 Tage beginnen. Denn im Mai und Juni bilden die Tiere die gefährlichen Brennhaare. Zudem wirkt das Gift nur in dieser Phase wirkungsvoll.

Der Kreisausschuss hat der Eilentscheidung des Landrates zugestimmt, erste Aufträge wurden vergeben. Dies betrifft besonders die Lernbehinderten-Schule Gardelegen, die Sekundarschule Dähre und das Freilichtmuseum Diesdorf. Außerdem sind rund 5500 Bäume an Kreisstraßen befallen.

Auch die Gemeinden stehen in den Startlöchern. Diese sind für kommunale Straßen und Flächen verantwortlich. Da der Schädling auch vor den privaten Eichen nicht halt macht, können sich Betroffene bei ihren jeweiligen Verwaltungen melden. Dort werden auch die Details geklärt. Grundsätzlich gilt: Der Besitzer der Bäume muss auch die Kosten tragen. Durch eine Ausschreibung für den gesamten Altmarkkreis konnten aber Kosten gespart werden. Für den öffentlichen Bereich stehen 100 000 Euro zur Verfügung. 50 000 Euro übernimmt der Kreis, den Rest die Gemeinden. Dass dies längst nicht reicht, um den Eichenprozessionsspinner überall zurück zu drängen, wurde beim Gemeinderat Dähre deutlich.

Dort brachte Dr. Willi Grunewald das Thema abermals auf die Tagesordnung. „Was machen wir?“, so seine kurze Frage, die Bürgermeister Harald Heuer damit beantwortete, dass nur kommunale Bäume behandelt werden könnten. Grunewald forderte eine Gesamtlösung, die Heuer jedoch für nicht bezahlbar hielt.

Eine besondere Situation gibt es in und besonders am Arendsee. Da das Gift, das vom Boden aus verwendet wird, nicht in Wassernähe verwendet werden darf, bleiben einige Bereiche unberührt. Dazu gehören einige Badestellen und der Rundkurs.

Von Christian Ziems und David Schröder

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