Neben Waldflächen bietet die Einheitsgemeinde auch Baugrundstücke an

Salzwedeler Verkaufspläne: Ein Haus für 16.850 Euro

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Verwaltungsarbeiten werden in dem Pretzierer Gebäude schon lange nicht mehr erledigt. Die Stadt will sich von der Immobilie, die grundlegend sanierungsbedürftig ist, trennen.

Salzwedel. Die Verkaufspläne für die kommunalen Wälder sind bekanntlich umstritten. Bei der ganzen Diskussion gerät fast schon ins Hintertreffen, dass dies nur ein Teil ist, mit dem die klamme Gemeinde das Stadtsäckel wieder füllen will.

Auf der aktuellen Internetseite der Stadt wird für den Verkauf von Immobilien und Grundstücken geworben.

Die Verwaltung wirbt auf der Internetseite mit Sätzen wie „Kaum eine vergleichbare Kleinstadt verfügt über so gut ausgeprägte weiche Standortfaktoren wie Salzwedel“ um Interessenten für Grundstücke. Dazu gehört das ehemalige Verwaltungsgebäude in Pretzier. In dem Objekt befand sich einst zudem eine Bibliothek und die Briefmarkenfreunde nutzten es für verschiedene Treffen. Das Haus steht seit Jahren leer. Es wurde 1910 gebaut und zwischen 1980 bis 1985 saniert. Inzwischen ist das Gebäude aber wieder „grundlegend sanierungsbedürftig“, wie die Verwaltung zugibt. Der Kaufpreis wird mit 16850 Euro benannt, es gibt Überfahrtsrechte von einem Nachbargrundstück.

Ebenfalls in dem Salzwedeler Ortsteil will die Stadt freie Baugrundstücke an der Ringstraße veräußern. Dies gilt ebenfalls für die Ecke Bertholt-Brecht-Ring / Groß Chüdener Weg in Salzwedel sowie das Brietzer Wohngebiet (Am Sandberg). Zuständig sei laut Internetseite jeweils die kommunale Grundstücks- und Gebäudeverwaltung. Immer wieder wird seitens des Amtes mit der ruhigen Lage geworben, die ideal für zum Beispiel Ein- und Zweifamilienhäuser sei.

Was die Waldgrundstücke angeht, geht es um das Bürgerholz sowie Flächen in König-stedt und Gerstedt. Ab Ende Juni sollen die Angebote in der Stadtverwaltung ausgewertet werden. Für einen Verkauf wäre ein extra Beschluss des Stadtrates nötig. Dieser hat mit dem Liquiditätskonzept den Weg für eine Veräußerung grundsätzlich frei gemacht.

Von Christian Ziems

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