Vom Rathausturm bis zur Schlossruine: Steine sollen vermarktet werden

Salzwedel will mit Renaissance Touristen locken

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Bilder vom Rathausturm sollen nicht nur Weihnachtskalender, sondern künftig auch Reisekataloge zieren. Der Kultour-Betrieb will die Kommune mit Hilfe der Renaissance besser vermarkten.

Salzwedel. Ein Katalog mit Reiseangeboten, der Touristen zu speziellen Gebäuden in der Einheitsgemeinde Salzwedel locken sollen. Dieses Ziel verfolgt derzeit der kommunale Kultour-Betrieb.

„Die Zeit der Renaissance in Salzwedel und Reformationsjubiläum 2017“ lautet der Titel eines neuen Projektes. Dabei geht der Blick auf in der Region bekannte Fachwerkbauten, die auch außerhalb der Altmark mehr Aufmerksamkeit bekommen sollen. Damit potentielle Touristen neugierig gemacht werden, gilt es, die Vorzüge offen zu zeigen.

Blick auf die kunstvollen Schnitzarbeiten in der Osterwohler Kirche. Das Gotteshaus spielt bei den Werbeideen der Hansestadt eine wichtige Rolle.

Wie dies gelingen kann, soll während des Projektes geklärt werden. Fest steht bereits, dass der Rathausturm, die Probstei, die Lateinschule, die Kirche Osterwohle und die Schlossruine Tylsen eine wichtige Rolle spielen. Dazu kommen Kunstgegenstände wie der Altar der Marienkirche, die als bedeutsam eingestuft wurden. Stadt, Kirchengemeinden und Museen sollen zusammenarbeiten, damit das Reformationsjubiläum 2017 genutzt werden kann. Salzwedel will mit von diesem Landesthema profitieren und baut dabei auf Renaissance. Der Weinberg-Altar von Lucas Cranach, der sich im Danneil-Museum befindet, soll als Zugpferd dienen. Vom 23. Juni bis zum 23. Dezember 2017 wird auf die Details des Kunstwerkes, das einst in der Mönchskirche stand, eingegangen. Dies ist der „Hintergrund für innovatives Marketing“, wie es in der Beschlussvorlage heißt. Die Mitglieder des Eigenbetriebsausschusses beschäftigen sich am Donnerstag, 25. Februar, mit dem Papier. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr in der Salzwedeler Stadt- und Kreisbibliothek.

Das Marketingprojekt gilt es von Mai bis November 2016 auszuarbeiten. Ein Förderantrag über das europäische Programm Leader kann, wenn der Ausschuss zustimmt, gestellt werden. Kosten von 20 000 Euro schlagen zu Buche. Die Eigenmittel liegen bei 4000 Euro. Wenn keine Fördermittel fließen, soll die Projektidee aber nicht sterben. Dann wird diese in geminderter Art und Weise trotzdem umgesetzt.

Von Christian Ziems

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