Westaltmärker haben mehr Geld für Konsum und Sparen

Einkommen: Salzwedel top, Stendal flop

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Jeder Einwohner Sachsen-Anhalts hatte im Jahr 2014 durchschnittlich 17 735 Euro für Konsum und Sparen.

Altmark. Während im Altmarkkreis Salzwedel das durchschnittliche „verfügbare Einkommen“ je Einwohner über dem Landesdurchschnitt liegt, hat der Landkreis Stendal mit dem Salzlandkreis die rote Laterne.

Schlechter als die Ostaltmark steht auch die Stadt Halle da, haben Berechnungen des Statistischen Landesamtes für 2014 ergeben.

Danach hat jeder Bürger im Altmarkkreis Salzwedel im Schnitt 18 380 Euro pro Jahr für den Konsum und zum Sparen zur Verfügung. Das sind vier Prozent mehr als der Landesdurchschnitt. Im Landkreis Stendal liegt der Wert pro Einwohner bei 17 287 Euro – drei Prozent weniger als der Landesdurchschnitt. Noch weniger Geld zur Verfügung haben in Sachsen-Anhalt nur die Hallenser (16 411 Euro) und Magdeburger (16 912) sowie die Menschen im Salzlandkreis (17 237). Der Landesdurchschnitt liegt bei 17 735 Euro, der Bundesdurchschnitt bei 21 117 Euro pro Einwohner.

Am meisten ausgeben und sparen können die Einwohner im Jerichower Land (19 313 Euro pro Kopf und Jahr) sowie erwartungsgemäß in der Börde (18 917 Euro). Bei den drei kreisfreien Städten fällt Dessau-Roßlau auf, das mit 18 199 Euro wesentlich besser als Halle und Magdeburg da steht. Die Menschen auf dem Land haben insgesamt mehr Geld zur Verfügung. Aus den Daten des Landesamtes geht hervor, dass jeder Bewohner eines Flächenkreises 18 007 Euro durchschnittlich verfügbar hat. In den großen Städten des Landes sind es hingegen nur 16 896 Euro im Mittel.

Gegenüber 2013 hat das verfügbare Einkommen je Einwohner in Sachsen-Anhalt um 2,4 Prozent zugenommen, das entspricht 400 Euro je Einwohner. Für den Altmarkkreis Salzwedel bestätigt das Statistische Landesamt eine Zunahme von 2,3 und für den Landkreis Stendal von 2,8 Prozent.

Von Ulrike Meineke

Definition: Verfügbares Einkommen

Das sogenannte „verfügbare Einkommen“ je Einwohner ist das Geld, das durchschnittlich jedem Einwohner in der betrachteten Region für den Konsum und zum Sparen zur Verfügung steht. Es ergibt sich aus den Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen (Primäreinkommen) ohne Transfers wie Sozialbeiträge oder Lohn- und Einkommenssteuer, aber plus Sozialtransfers wie Renten, Zahlungen der Krankenversicherungen, Sozialhilfe, Kinder-/Elterngeld usw.

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