Ideen im Verkehrskonzept: Touristen locken und Konflikte vermeiden

Salzwedel soll fahrradfreundlicher werden

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Gut ausgeschilderte und ausgebaute Radwege gibt es in Salzwedel – wie hier an der Schillerstraße. Doch es sollen noch mehr werden.

Salzwedel. „Entsprechend den Vorgaben des Stadtrates ist oberstes Ziel der Stadt- und Verkehrsentwicklung in Salzwedel die fahrradfreundliche Stadt“, heißt es im Entwurf für ein aktuelles Verkehrsentwicklungskonzept.

Darin werden mehrere Vorschläge gemacht, wie Radler noch besser zu recht kommen. Dazu gehören so genannte Velorouten. Dabei handelt es sich um innerstädtische Radstrecken, die durch ein gut ausgeschildertes Wegenetz miteinander verzahnt werden. Folgende Ideen wurden bislang aufgelistet: 1. Anknüpfung an den Altmarkrundkurs; 2. Nord-Süd-Linie; 3. Ost-West-Linie; 4. Banhofs-Tangente; 5. Ringlinie.

Ein Dresdener Büro hat den aktuellen Entwurf entwickelt und schlägt an einigen Stellen zusätzliche Schilder vor. So soll mit „Fahrrad frei“ besser signalisiert werden, dass die Gehwege an der Uelzener Straße, der Karl-Marx-Straße, der Ernst-Thälmann-Straße, dem Böddenstedter Weg, der Brückenstraße, der Hansestaße, der Arendseer Straße und der Magdeburger Straße auch für Radler nutzbar sind.

Zudem soll geprüft werden, ob moderne Führungsformen weiter ausdehnbar sind. Dazu zählen Rad- und Schutzstreifen sowie Fahrradstraßen. Dabei kann ein Teil der Fahrbahn mitgenutzt werden. So etwas gibt es zum Beispiel auf der Lüneburger Straße. Doch weil diese marode ist und bröckelt, steigt eher die Gefahr.

Die Experten empfehlen den Stadtverantwortlichen, möglichst Konfliktstellen zu beseitigen. Dazu gehören Poller und Sperrgitter (z.B. Ernst-Thälmann-Straße). Zunächst gilt es zu prüfen, ob diese überhaupt nötig sind.

Ein weiterer Punkt ist das Angebot von öffentlichen Radabstellmöglichkeiten. Dabei rücken das Stadtzentrum und der Bahnhofsbereich in den Mittelpunkt. Was die Fahrbahnoberflächen angeht, sehen die Planer ebenfalls Nachholbedarf. Ebene Oberflächen und der Verzicht auf Kanten kommen Radlern zu Gute.

Um die Ziele zu erreichen, wird das Einrichten eines Radverkehrsbudgets im Haushalt empfohlen. Aus diesem könnten dann nötige Gelder genommen werden. Informations- und Marketingplattformen könnten das Thema mehr in die Öffentlichkeit bringen. Genauso wie das Ausloben eines Wettbewerbes unter dem Motto „Fahrradfreundliches Unternehmen.“

Von Christian Ziems

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