Brücke, Fahrstuhl und Straßenbau sollen verschoben werden

Salzwedel setzt den Rotstift an

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Anlieger demonstrierten vor dem Abriss der alten Brücke an der Feldstraße. Eine Neue sollte in diesem Jahr errrichtet werden. Doch das Geld reicht nicht für die geplanten Investitionen.

Salzwedel. Die Kämmerei hat den ersten Haushaltsentwurf 2015 nachgebessert. Das neue Papier wird am Mittwoch, 11. März, ab 18 Uhr im Finanzausschuss öffentlich diskutiert. Um einen genehmigungsfähigen Haushalt zu erreichen, wurde der Rotstift angesetzt.

Konsequenz: Einige Projekte im investiven Bereich werden auf die nächsten Jahre verschoben. Zu den größten Posten gehören der Fahrstuhl für das Rathaus (120 000 Euro) sowie der Brückenneubau über die Jeetze an der Feldstraße (210 000 Euro). In beiden Fällen hatte der Bauausschuss allerdings dafür plädiert, noch einmal in die Diskussion zu gehen (AZ berichtete). Im zweiten Haushaltsentwurf gibt es aber noch weitere Veränderungen, die den Baubereich betreffen. So soll der Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Klein Gerstedt erst 2016 erfolgen. 2015 sind zunächst nur die Planungen von 20 000 Euro vorgesehen. Auf unbestimmte Zeit verschoben werden soll der Sonnenschutz für die Henninger Turnhalle sowie die Anzeige zur Wasser- und Lufttemperatur im Salzwedeler Freibad.

Die Kämmerei schaut aber nicht nur auf die nächsten Monate. Auch für die weitere Zukunft sind Verschiebungen eingeplant. Dazu zählt die Anschaffung einer Klimaanlage für das Trauzimmer, die statt 2016 erst 2018 auf dem Plan steht. Auch die Feuerwehren der Einheitsgemeinde sind betroffen. Der Kauf eines Löschfahrzeuges für Langenapel (190 000 Euro / 2016), zwei Mannschaftstransportwagen für Salzwedel und Pretzier (je 40 000 / 2017) sowie eines Hilfeleistungslöschfahrzeuges für Pretzier (220 000 Euro / 2018) können sich um je ein Jahr nach hinten verschieben.

Auch im Sportbereich gibt es Änderungen: Dem Wunsch Salzwedeler Vereine nach einem Kunstrasenplatz wird nun Rechnung getragen. Dafür fällt der Sozialtrakt flach.

Dies gilt auch für den Ausbau der Gartenstraße (Schillerstraße bis Karl-Gaedcke-Straße), der eigentlich 2017 beginnen sollte. Der Kastanienweg wird nach dem aktuellen Haushaltsentwurf nicht 2018 auf Vordermann gebracht. Ziel der Kämmerei ist es, auf Kredite für Investitionen in Höhe von 1,59 Millionen Euro zu verzichten. Die Zahlen werden beim nächsten Finanzausschuss im Hansezimmer des Rathauses diskutiert.

Von Christian Ziems

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