Enten, Hühner und Gänse: Über eine Million Tiere registriert

Salzwedel ist ein gefiederter Landkreis

+
Geflügel, wie zum Beispiel Gänse, machen den Hauptteil des Nutztierbestandes im Altmarkkreis Salzwedel aus.

Altmarkkreis. Die Einwohnerzahl des Altmarkkreises schwankt seit Jahren zwischen 86 000 und 87 000 Menschen. Die Millionengrenze wird trotzdem überschritten – und zwar beim Geflügel. Dort kann ein rasanter Zuwachs verzeichnet werden.

1994 waren es an den jeweiligen Stichtagen 422 136 Tiere, 2015 exakt 1 078 905. Das Veterinäramt des Altmarkkreises überwacht die Entwicklung. Nach einer aktuellen Statistik der Verwaltung stehen Schweine bei der Nutztierhaltung an zweiter Stelle (siehe Infokasten). Dabei wird deutlich: Ein Rückgang gab es mit Blick auf 1994 (Gründungsjahr des Altmarkkreises Salzwedel) nur bei den Rindern sowie Schafen / Ziegen.

Zu den Aufgaben der Veterinären gehört das Bekämpfen von Tierseuchen. 100 Kontrollen gab es allein zu diesem Thema im vergangenen Jahr. Dabei wird besonders auf die Hygiene sowie das Halten geachtet. 41 meldepflichtige Tierkrankheiten und vier Ausbrüche von Seuchen beschäftigten die Fachleute. Dazu gehörte die amerikanische Faulbrut bei den Bienen, die Koi-Herpes-Infektion der Karpfen und Salmonellose beim Rind. Alle Ausbrüche konnten durch schnelles Handeln der Verantwortlichen eingegrenzt und das weitere Ausbreiten somit verhindert werden.

Erstmals wurde ein Antikörpernachweis der Aujeszkyschen Krankheit registriert. Daraufhin gab es eine Probenaufruf an Jäger, um das mögliche Ausmaß im Kreis ermitteln zu können. 496 Proben gingen ein. Es gab keinen weiteren Nachweis für die Krankheit. Die Mitarbeiter des Amtes schauten sich 169 Betriebe in Sachen Tierschutz genauer an. Dabei nehmen Rinder- (54 Prozent), Schweine- (24 Prozent) und Geflügelanlagen (15 Prozent) die vorderen Plätze ein. Gegen einen Halter landwirtschaftlicher Nutztiere wurde ein Haltungs- und Betreuungsverbot verhängt.

Auf Grund von Beschwerden gab es darüber hinaus im Heimtierbereich 79 Kontrollen. Bei 15 Fällen gab es schwerwiegende Verstöße. Neunmal wurden Verbote ausgesprochen, die Tiere dürfen nicht mehr gehalten werden. Überwacht werden auch Transporte, 2015 waren es insgesamt 182. 2014 gab es mit 303 Transporten noch deutlich mehr.

Von Christian Ziems

Kommentare