Klare Regeln für den täglichen Gebrauch

Salzwedel, Gardelegen, Kalbe: Biotonne ist auf dem Weg

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Für Bioabfälle gibt es im Altmarkkreis ab Janaur 2017 eine Extratonne. Davon sind aber nur der Salzwedeler, Gardelegener und Kalbenser Bereich betroffen. In den übrigen Regionen bleibt zunächst alles beim Alten.

Salzwedel / Gardelegen /Kalbe. Der Altmarkkreis und die Deponie GmbH bringen die Biotonne auf den Weg. Damit der Beginn am 1. Januar 2017 möglichst reibungslos funktioniert, gibt es Flyer, die auch an Grundstücksbesitzer geschickt werden.

Allerdings nur in den Einheitsgemeinden Salzwedel und Gardelegen sowie den Ortsteilen Kalbe und Engersen. In den übrigen Dörfern und Gemeinden bleibt noch alles beim Alten. Der Kreis möchte das System zunächst in ausgewählten Regionen testen. Und zwar dort, wo besonders viel Bioabfall in der Restmülltonne landet. Das darf laut einem Bundesgesetz nicht mehr sein. Die Großvermieter wurden über die Details bereits extra informiert.

Die neuen Tonnen haben eine Kapazität von jeweils 120 Liter. Die mögliche Abfuhr erfolgt 14-tägig. Dafür wird es einen Tourenplan im Abfallkalender geben. Wenn saisonal mehr Bio- und Gartenabfälle anfallen, als in die Tonne passt, können auch die Abfallwirtschaftshöfe in Gardelegen und Cheine sowie die Wertstoffhöfe in Arendsee, Diesdorf und Klötze genutzt werden. Beim Entsorgen dürfen für die Tonne keine Kunstoffbeutel verwendet werden.

In dem Flyer gibt es auch Hinweise für die verschiedenen Jahreszeiten. Im Frühjahr und Sommer sollte ein schattiges Plätzchen gewählt werden. Somit lassen sich Fäulnis, übler Geruch sowie Maden vermeiden. Feuchte Küchenabfälle können in Zeitungspapier eingewickelt werden. Dieses saugt auch Feuchtigkeit vom Tonnenboden auf. Bio- und Grünabfälle sollten immer locker in die Tonne gefüllt werden. Im Herbst und Winter ist Frostsicherheit besonders wichtig. Auch Windschutz macht sich bezahlt.

Der Altmarkkreis hat vor dem Einführen der Biotonne ermitteln lassen, wie viel organische Materialien in der Restmülltonne landen. Der Anteil liegt im Durchschnitt bei 27 Kilogramm pro Einwohner und Jahr. Zum Vergleich: Die gesamte Masse aus der Restmülltonne bringt pro Einwohner 37 Kilogramm auf die Waage. Der organische Anteil ist besonders hoch.

Von Christian Ziems

In die Biotonne

1. Schalen und Reste von Obst / Gemüse.

2. Kartoffel-, Eier- und Nusschalen.

3. Kaffeesatz samt Filter, Teebeutel (keine Kapseln).

4. Verwelkte Blumensträuße und Topflanzen.

5. Gartenabfälle wie Laub, Gras und Unkraut.

6. Laub-, Rasen-, Baum- und Strauchschnitt.

7. Verdorbene Lebensmittel (ohne Verpackung).

8. Essensreste (auch Gekochtes) in Papier eingewickelt.

9. Brot und Backwarenreste.

10. Haare, Federn, Kleintiermist und Holzwolle.

Nicht in die Tonne

1. Asche.

2. Dosen, Glas, Gummi, Leder und Metall.

3. Plastiktüten und andere Kunststoffe.

4. Staubsaugerbeutel.

5. Windeln, Stoma- und Hygieneartikel.

6. Flüssige Abfälle.

7. Tierkadavar, Hundekot, Katzenstreu, Tierfutter- und Schlachtereste. 8. Schadstoffe u. Batterien.

9. Hausmüll und Wertstoffe.

10. Kataloge und Hochglanzpapier.

11. Milch- und Saftpackungen.

12. Knochen.

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