Damokles-Ast schwebt über der Kolonistenbreite / Stadt erklärt sich für nicht zuständig

Rollstuhlfahrerin in Salzwedel lebt in Angst

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Bedrohlich ragt ein großer Ast an der Kolonistenbreite über die einzige Grundstückszufahrt von Rollstuhlfahrerin Käthe Kuhl.

hob Salzwedel. Käthe Kuhl hat Angst. Erst vor einigen Wochen ist ein großer Baum an der Kolonistenbreite umgestürzt. Ein weiterer ragt bedrohlich über die einzige Zufahrt, die die Rollstuhlfahrerin zu ihrem Grundstück hat. Doch damit nicht genug.

Auch auf ihr Grundstück ragen die Äste großer Bäume. Darunter steht der Gastank für ihr Eigenheim. „Wenn da was rauffällt“, hat Käthe Kuhl Angst.

Ihre besorgten Anrufe bei der Stadtverwaltung verhallten ungehört im Rathaus. „Sie seien nicht zuständig, haben sie mir gesagt.“ Und: „Rufen Sie doch bei der Zeitung an.“ Käthe Kuhl ist entsetzt. Auch sie weiß nicht, wem der alte Park zwischen der Kindertagesstätte „Villa Zwergenland“ an der Gardelegener Straße und der Kolonistenbreite gehört. Darin steht auch noch die Ruine eines alten Verwaltungsgebäudes des Chemiewerks – im Volksmund früher „Faultierfarm“ genannt.

Zwischen der angrenzenden Ruine und der Kuhl‘schen Grundstücksgrenze wird zudem seit einiger Zeit immer häufiger Müll abgeladen. Auch der Zaun ihres Grundstückes wurde demoliert. Käthe Kuhl sieht die Stadt in der Pflicht. Auch wenn es keine Stadtgrundstücke seien, gehe von diesen eine Gefahr aus. Eine Nachfrage bei der Pressestelle der Stadt lief ins Leere: Dort war gestern niemand zu erreichen.

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