Treibhaus-Klima in den Büros / Nasse Wände zwangen zum Umzug

Rohrbruch: Kita-Eigenbetrieb flüchtet ins Bürgercenter

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Haben sich mit dem Kita-Eigenbetrieb vorübergehend im gegenüberliegenden Bürgercenter eingerichtet: Jeanette Jahn (v.l.), Doris Gensch und Anika Gude.

hob Salzwedel. Wer seinen Knirps für Kindergarten, Krippe oder Hort anmelden will, sucht die Mitarbeiter des Kita-Eigenbetriebs unter ihrer alten Adresse An der Mönchskirche 7 vergeblich. Sie mussten ins gegenüberliegende Bürgercenter umziehen.

Denn in ihrem alten Domizil haben sich Fußböden und Wände mit Wasser vollgesogen. „Und das offenbar schon seit Längerem“, vermutet Doris Gensch, Chefin des Kita-Eigenbetriebs. Gemerkt hat das anfangs niemand, da die Wände mit einer wasserdichten Tapete beklebt sind. Ursache scheint ein Wasserrohrbruch vor dem Haus zu sein. Der sprudelte dann Ende Mai aus der Erde und wurde repariert. Als die Mitarbeiterinnen am Montag danach ins Büro kamen, herrschte dort plötzlich Treibhaus-Atmosphäre. Erst als einige Tapeten von den Wänden gelöst wurden, kam die ganze Misere zum Vorschein. Nun brummen dort die Trockner. Der Eigentümer lässt den Schaden feststellen.

„Der Rohrbruch scheint schon länger her zu sein, das Wasser ist nur anfangs nicht zu Tage getreten“, vermuten Gensch und ihre Kolleginnen. Denn inzwischen haben sich die Bodenplatte des Hauses – einen Keller gibt es nicht – und die Wände mit Wasser vollgesogen. „Zum Glück fanden wir Platz im Bürgercenter“, freut sich Gensch. Wie lange die Reparaturen dauern, vermag die Eigenbetriebschefin nicht abzuschätzen, denn noch steht das ganze Ausmaß nicht fest. Und das Austrocknen des Bauwerks kann dauern. Die Trockner laufen nachts, da tagsüber im oberen Geschoss das Bauamt arbeitet.

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