Landwirte beklagen dennoch Nachwirkungen der Frühjahrstrockenheit

Regen hilft dem Getreide

+
Der Regen der vergangenen Tage hat dem Getreide gut getan. An anderen Stellen in der Altmark sind aber bereits Ernteausfälle zu verzeichnen. Schuld daran ist wie in den vergangenen Jahren ein überwiegend trockenes Frühjahr.

Altmark. In den vergangenen Tagen hat es viel geregnet – schlecht für Spaziergänger, gut für Landwirte. Doch trotzdem gibt es auch in diesem Jahr wieder Schäden durch Wassermangel.

„Wir hatten nun bereits seit sechs oder sieben Jahren einen trockenen April“, sagt Henry Rötz von der Agrarerzeugergemeinschaft Pretzier. Dazu komme, dass sich der Niederschlag höchst ungleich verteilt hat – viel Regen um Salzwedel, aber wenig in Jeggeleben.

Roggen, Gerste, Weizen, Triticale und Raps auf leichteren, sandigen Böden hätten bereits gelitten, erfuhr die AZ. Fehlt nämlich das Wasser, so reduzieren sie ihr Wachstum. Andere Kulturen wie Zuckerrüben, Mais und Lupine würden von der Frühjahrstrockenheit dagegen profitieren, da sie noch nicht so viel Wasser benötigen und ihr Wurzelsystem ausbilden, so Henry Rötz.

Der viele Regen in den vergangenen Tagen hilft Roggen und Weizen, da beide Getreidesorten nun ihr Korn ausbilden (sogenannte Kornfüllung). „Dafür ist nun Wasser da“, erklärt Henry Rötz. Der Fachmann geht von mittleren Erträgen für dieses Jahr aus, obwohl „noch einiges drin ist“.

„Es sieht ganz gut aus“, meinte gestern hingegen Raimund Punke, Kreisbauernverbandsvorsitzender. Der Regen wirke sich positiv auf das Getreide aus; auch dem Raps tue die Feuchtigkeit gut. Kurzum: „Wir können uns nicht beklagen“, so der Chef der Milcherzeugergenossenschaft Klötze.

Von Jens Heymann

Kommentare