Großeinsatz für Feuerwehr / 26-Jähriger in Gewahrsam

Zwölf Verletzte nach Brand in Salzwedel / Brandstiftung: Verdächtiger verhaftet

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In diesem Neubaublock kam es zu dem Kellerbrand.

+++Update, Sonntag: 10 Uhr+++ ds/cz Salzwedel. Beim Kellerbrand in einem Wohnblock an der Buchenallee in Salzwedel wurden zwölf Personen verletzt. Sie erlitten Rauchvergiftungen. Wegen des Verdachts auf Brandstiftung verhaftete die Polizei noch in der Nacht einen Mann (26).

Im mittleren von drei Hauseingängen des sechsgeschossigen Wohnblocks gerieten am Sonnabend gegen 22.15 Uhr im Kellerbereich mehrere Verschläge in Brand. Das Treppenhaus war bei Eintreffen der Polizeibeamten und der Rettungskräfte stark verqualmt, die meisten Bewohner befanden sich aber bereits außerhalb des Gebäudes.

Beim Verlassen des Hauses zogen sich allerdings zwölf Personen eine Rauchgasvergiftung zu. Sechs Personen einer Wohnung der vierten Etage konnten diese nicht mehr verlassen und suchten auf dem Balkon Schutz vor dem Rauch, wo sie auch bis zum Einsatzende von Feuerwehr und Polizei verbleiben konnten. 

Durch Hitze und Löscharbeiten entstanden Schäden im Kellerbereich und in den beiden Wohnungen der darüber liegenden Etage. Beide Wohnungen sind derzeit nicht bewohnbar. Wasser und Strom stehen den zurückkehrenden Mietern derzeit nicht zur Verfügung. Einige Bewohner kamen anderweitig unter.

Die Umstände ließen nach Polizeiangaben auf Brandstiftung schließen und führten noch in der Nacht zu der vorläufigen Festnahme eines 26-jährigen Beschuldigten. Die Ermittlungen dauern an.

(Erstmeldung)

Großeinsatz für die Salzwedeler Feuerwehr am späten Sonnabendabend. In einem Neubaublock an der Buchenallee kam es gegen 22.20 Uhr zu einem Kellerbrand. Der Rauch zog dabei schnell bis in die oberen Stockwerke. Sieben Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen.

Aufgrund der unübersichtlichen Lage an dem Plattenbau wurden zahlreiche Einsatz- und Rettungskräfte alarmiert. So waren neben der Salzwedeler Wehr auch Aktive aus Pretzier, Langenapel und Binde vor Ort.

Die Einsatzkräfte mussten allerdings keine Bewohner mehr aus dem Haus retten. Alle gelangten selbstständig ins Freie. Fünf Anwohner wurden vor Ort wegen des eingeatmeten Rauches behandelt, zwei wurden vorsorglich ins Altmarkklinikum gebracht. Die Brandursache ist noch unklar.

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