Hunderte Besucher kamen zum 6. Fest des Salzwedeler Stadtteils

Der Perver in Salzwedel: Eine große Gemeinschaft feiert zusammen

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Mit schwungvollen Rhythmen brachten die Winterfelder Mädchen um ihre Trainerin Carola Szebrat das Publikum in Stimmung.

leh Salzwedel. „So viel Lob und Spenden haben wir noch nie für die Ausrichtung unseres Perverfestes bekommen“, freuten sich Beate und Roland Lahmann vom Perver-Förderverein Sankt-Georg Salzwedel gestern kurz vor dem Ende des sechsten Perverfestes.

Dass die sechste Auflage wieder ein voller Erfolg wurde und nicht nur die Perveraner, sondern die gesamte Stadt auf dem Schulhofgelände feierte, lag an der ausgezeichneten Organisation. Beate und Roland Lahmann, aber Cornelia und Jörg Lüneburg sowie Heidi und Ingo Dannies zeichneten federführend für das Fest verantwortlich. Ob es allerdings in zwei Jahren wieder ein Perverfest geben wird, ist noch nicht ganz sicher. Allerdings stehen die Zeichen nach der Resonanz für eine siebte Auflage recht gut.

Am Karussellfahren hatten die Kindern ihre helle Freude. Zahlreiche Runden drehten die jüngsten Festbesucher auf dem Schulplatz.

Denn das kurzweilige und unterhaltsame dreitägige Programm konnte sich sehen lassen. Schon am Freitag gab es nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden des Fördervereins, Roland Lahmann, in der Sankt-Georg mit dem Gemischten Chor Concordia eine musikalische Einstimmung. Nach dem Umzug zum Festzelt und dem anschließenden traditionellen Herrenschmaus erfreute ein Musikfeuerwerk die Perveraner und ihre zahlreichen Gäste. Im Gotteshaus blickte der Salzwedeler Ortschronist Dr. Gerhard Ruff in das Gesichtsbücher des früheren eigenständigen Stadtteils. Dabei referierte Ruff, zu welchen Land die Perveraner seit dem Jahr 1147 gehörte. Zunächst zur Mark Brandenburg und ab 1807 zum Königreich Westfalen. Ab dem Jahr 1816 zur Provinz Sachsen und ab 1947 zum Land Sachsen-Anhalt. 1952 wurden die Bezirke in der früheren DDR aus der Taufe gehoben und die Perveraner gehörten wie auch die gesamte Stadt zum ehemaligen Bezirk Magdeburg. Nach der politischen Wende 1990 gab es dann wieder das Land Sachsen-Anhalt, zu die Einwohner der Salzwedeler Vorstadt angehören, so Dr. Gerhard Ruff. Seinen Historievortrag hielt er auch am Sonnabend in der Perver-Grundschule noch einmal.

Stammgast beim Perverfest ist der Siebeneichener Bruno Sill. Der Schmied zeigte den Umgang mit dem historischen Handwerk.

Aber auch ansonsten verlebten die zahlreichen Besucher auf dem Gelände der Grundschule einen äußerst kurzweiligen Nachmittag. Dazu trugen unter anderem die Auftritte der Mädchen und Jungen der Perver-Grundschule, das Programm der Winterfelder Tanzgruppe unter Regie Carola Szebrat sowie die Vorführungen der Judokas vom PSV Salzwedel der Fröhliche Tanzkreis, die Modenschau der Salzwedeler Spowa, der Chor der Jeetzeschule und das musikalische Ensemble Flaiheit Salzwedel mit afrikanischen Liedern bei. Aber auch die Tanzshow von Oksana Chernonsova, die 21 Hula-Hoop-Reifen bewegte. Zudem hatten die jüngsten Besucher beim Karussellfahren mächtig viel Spaß. Für einen Hingucker sorgte das THW Salzwedel. Martin Jung fertigte mit einer Motorsäge aus einen Eschenholzstamm eine Bergschloss-Bügelbierflasche aus den 1960-Jahren an, die Constantin Chmelka stolz in seinem Besitz hält. Historische Perver-Briefkarten gab es nebenan bei Enrico Dannies zu kaufen. Und gewinnen konnten die Gäste bei der Tombola auch etwas. Damit alles die drei Tage stimmungsvoll über die Bühne ging. Dafür war DJ Reiner Schulze verantwortlich. Er machte seinen Job super.

Das war das 6. Perverfest in Salzwedel

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