Rund 14 000 Menschen aus dem Altmarkkreis verlassen werktags ihre Heimat

Pendler: Wolfsburg ist der beliebteste Arbeitsort

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Volkswagen ist auch für die Altmark ein wichtiger Arbeitgeber. 2033 Pendler nehmen regelmäßig Anfahrtswege in Kauf, um ihren Lohn in Niedersachsen und nicht in Sachsen-Anhalt zu verdienen.

Altmarkkreis. Im Altmarkkreis Salzwedel leben 35 860 Frauen und Männer, die ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis haben. 14 168 verlassen regelmäßig die Heimat, um ihrer Arbeit nachzugehen.

Einpendler

Arbeitsort: Altmarkkreis Salzwedel

Wohnorte (Kreis):

1. Stendal 2033 Pendler

2. Börde 845

3. Lüchow-Dannenberg 579 4. Gifhorn 221

5. Stadt Magdeburg 205

6. Ludwigslust-Parchim 124

7. Uelzen 111

8. Jerichower Land 106

9. Prignitz 85

10. Stadt Wolfsburg und Harz mit je 69

Auspendler

Wohnort: Altmarkkreis Salzwedel

Arbeitsort (Kreis):

1. Stadt Wolfsburg 3305 Pendler

2. Gifhorn 1649

3. Stendal 1599

4. Börde 1140

5. Lüchow-Dannenberg 1074 6. Uelzen 1000

7. Stadt Magdeburg 721

8. Region Hannover 293

9. Stadt Berlin 258

10. Stadt Braunschweig 245

Darüber informiert die Arbeitsagentur mit einer Statistik, die den 30. Juni 2014 als Stichtag hat. Obwohl immer wieder von Fachkräftemangel in der Region die Rede ist, wird ein Anstieg registriert. 2013 waren es 13 942 Pendler. Die meisten Frauen und Männer fahren weiterhin nach Wolfsburg. Aber auch Magdeburg sowie Berlin sind unter den Top Zehn. Gewachsen ist auch die Zahl der Menschen, die woanders wohnen und zum Arbeiten in den Altmarkkreis Salzwedel fahren. Von den insgesamt 27 340 Arbeitnehmern sind dies 5406 – also in etwa jeder Fünfte. „Die steigende Zahl der Einpendler sowie die Zunahme bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (plus 0,4 Prozent) zeigt, dass sich der Altmarkkreis in einem leichten Aufwärtstrend befindet“, erklärt Olaf Lange, Geschäftsführer Operativ bei der Stendaler Arbeitsagentur. Die meisten Menschen, die nicht im Kreis leben, aber hier ihren Beruf ausüben, kommen aus angrenzenden Regionen. Ganz oben steht dabei Stendal. In der Altmark gibt es offensichtlich einen regen Austausch. Aus dem Stendaler Bereich fahren 2033 Frauen und Männer in Richtung Salzwedel, Gardelegen, Klötze, Kalbe oder Arendsee, umgekehrt sind es 1599. „Zwar verlassen immer noch mehr Mensachen den Altmarkkreis Salzwedel als einpendeln, um einer Beschäftigung nachzugehen, doch der Wirtschaftsstandort hat an Aktivität und Attraktivität zugenommen. Natürlich sind es den Zahlen nach nur kleine Schritte, aber die Richtung ist entscheidend. Und die ist eben positiv“, zieht Olaf Lange ein Fazit zur Entwicklung. Die meisten Pendler greifen auf den Pkw als Fortbewegungsmittel zurück.

Von Christian Ziems

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