Starke Nachfrage in einigen Bereichen / Kulturhausvorplatz wieder Thema

Parken: Überangebot statt Problem in Salzwedel

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Der Bereich am Kulturhaus ist immer wieder Thema, wenn dort bei Veranstaltungen nicht genug Parkmöglichkeiten in der Nähe sind.

Salzwedel. „Zu jeder Tageszeit sind ausreichend Stellplätze vorhanden“ und „In der Fläche besteht kein Stellplatzproblem, sondern ein Überangebot“: Diese beiden Sätze stehen in der aktuellen Fassung des Verkehrsentwicklungskonzeptes, welches noch nicht vom Stadtrat beschlossen, aber unter www.salzwedel.de eingesehen werden kann.

Ein Schwerpunkt des Papiers ist das Parken. In der Vergangenheit gab es immer wieder Diskussionen, dass die Plätze nicht ausreichen. Darum wurde auch favorisiert, Stellflächen auf dem Marktplatz zu schaffen.

Im Ortsteil Salzwedel gibt es derzeit 553 Parkmöglichkeiten auf Plätzen. Dazu kommen 1121 Nischen an Straßen, in denen Autos abgestellt werden können. Davon sind 73 Prozent ohne Einschränkungen, neun Prozent gebührenpflichtig und 18 Prozent zeitlich begrenzt. Alle Stellplätze zusammengesehen, seien ausreichend, wie eine Kontrolle zeigte. Denn in der Spitze werden nur 61 Prozent (nachmittags) genutzt. Vormittags sind es 60 Prozent und nachts 38 Prozent. Darum wird im Verkehrskonzept auch davon abgeraten, den Marktplatz für Pkw freizugeben. Denn der Bedarf sei nicht vorhanden. Kommunalpolitiker wollen aber dort einen Parkplatz, die Diskussion soll während der nächsten Haushaltsgespräche fortgeführt werden, wie Stadtsprecher Andreas Köhler auf AZ-Nachfrage erklärte.

Planer Tobias Schönefeld, der das Konzept erstellt hat, entdeckte aber auch punktuelle Bereiche mit starker Nachfrage. Dazu gehört die Neuperverstraße.

Ein weiterer Bereich, rund um das Kulturhaus, war beim Bauausschuss am Montagabend erneut Thema. Stadtrat Klaus-Dieter Blümler forderte, den Bereich vor der Einrichtung zum Parken freizugeben. Grund: Bei jüngsten Veranstaltungen habe sich gezeigt, dass die Besucher immer wieder nach einem Platz suchen müssen. Doch der Verkehrsausschuss hatte bereits festgelegt, dass das Gelände frei bleiben müsse. Und zwar nach Gesprächen mit Feuerwehr, DRK und Polizei (AZ berichtete). Denn bei größeren Einsätzen ist der Vorplatz nötig, um dort zum Beispiel Zelte zum Versorgen von Verletzten einzurichten. Im Kulturhaus haben bis zu 700 Menschen Platz. Im Bauausschuss wurde nach Lösungen gesucht, um das Problem zu lösen. Stadtrat Jürgen Bangemann forderte ein Schild, das an der kleinen Straße zum Kulturhaus-Restaurant angebracht werden soll. Auf diesem gilt es, einen Plan zu drucken, der auf dem ersten Blick zeigt, wo Besucher des Kulturhauses parken können. Möglichkeiten gibt es hinter dem Gebäude sowie am Chüdenwall und neben dem Vita-Seniorenzentrum.

Stadtrat Lothar Heiser brachte eine Idee zur Sprache, die aber noch nicht ausgegoren sei. Er meint den kleinen Weg, der vom Seitenbereich am Kulturhaus (Zufahrt Zebrastreifen) hinter den Häusern in Richtung Karlsturm verläuft. Dieser ist unbefestigt. Dort könnten nach einem Ausbau im Seitenbereich zusätzliche Parknischen entstehen und die Situation entschärfen.

Von Christian Ziems

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