Tipps vom Familienhof: Aufmerksam und gelassen in den neuen Lebensabschnitt

Nicht nur Kinder sind am ersten Schultag aufgeregt

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Der erste Besuch des Klassenraums gehört – wie 2015 in der Praetorius-Schule Salzwedel – am Sonnabend, 13. August, wieder zu den Höhepunkten der Einschulung.

Altmarkkreis. Schnell noch das Kleid richten, den nagelneuen Ranzen hinstellen und dann erstmal Platz nehmen und warten, was die Lehrer so zu sagen haben: Die Einschulungen ähneln sich von Jahr zu Jahr. Für die Kinder und Erwachsenen ist es aber immer wieder etwas Besonderes.

Am Sonnabend, 13. August, beginnt für die bisherigen Großen der Kindertagesstätten im Altmarkkreis die Schulzeit.

Gabriele Benecke.

Die Altmark-Zeitung sprach mit Gabriele Benecke vom Salzwedeler Familienhof, der als Anlaufpunkt für viele soziale Themenbereiche genutzt wird, über die ersten Tage und Wochen mit einem neuen Alltag, der aufregend ist. „Kommunikation ist am wichtigsten“, rät die Sozialarbeiterin zum intensiven Austausch. Kinder sollten Zeit bekommen, ihre Schulerlebnisse zu erzählen, Eltern können somit auf Entwicklungen eingehen.

Dazu gehört, dass Freunde aus dem Kindergarten nicht immer in der selben Klasse oder Schule sind. „Es ist hilfreich, deutlich zu machen, dass neue Freunde gefunden werden können“, so Gabriele Benecke. Als hilfreich schätzt sie ein, wenn Klassen in Bildungsstätten nicht bereits vor Schulbeginn genau festgelegt werden, sondern erst nach einigen Tagen. Pädagogen erkennen, welche Konstellationen passen und welche nicht.

Schulutensilien können zum Beispiel mit Etiketten markiert werden. Dies hilft dem Nachwuchs, Verantwortung für die eigenen Gegenstände zu übernehmen. Erwachsene können dabei helfen, den Start in den Schulalltag zu erleichtern, ihn abnehmen aber nicht. „Die Kinder machen natürlich ihre eigenen Erfahrungen“, rät Gabriele Benecke von zu viel Kontrolle ab. Was Hausaufgaben angeht, kann das Überprüfen zu Hause je nach Leistungsstand intensiviert werden. Wer zum Beispiel in Deutsch gut ist, kann in diesem Bereich auch selbstbestimmter lernen.

Da die Schulzeit nicht problemlos verläuft, gilt es, Hinweisen frühzeitig nachzugehen. „Wenn ein Kind von Schwierigkeiten erzählt, sollte es nicht ignoriert werden. Der direkte Weg zur Lehrerin ist oftmals der Beste. So lassen sich Konflikte schnell beseitigen“, unterstreicht die Sozialarbeiterin.

Doch bevor der Unterricht beginnt, wird am 13. August erstmal gefeiert. Unverzichtbar ist die Zuckertüte, die aber nicht nur süß sein sollte. „Ich empfehle Lernspiele. Damit kann der Umgang mit Geld erlernt werden“, nennt die Sozialarbeiterin ein Beispiel. Um zu vermeiden, dass die Tüte förmlich aus allen Nähten platzt, weil ja auch Verwandte etwas schenken möchten, bleibt das frühzeitige Absprechen der beste Weg. Darüber hinaus können natürlich auch benötigte Gegenstände wie Tuschkästen und Zirkel geschenkt werden.

Von Christian Ziems

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Tipps für die Schultüte

1. Das Motiv der Schultüte kann nach den Interessen der Kinder ausgesucht werden.
2. Utensilien aller Art wie Bleistifte, Buntstifte, Filzstifte, Anspitzer, ausgefallene Radiergummis, Füllfederhalter und Lineale sind praktisch.
3. Reflektoren für den sicheren Weg zur Schule gehören zu den Geschenken, die die Sicherheit erhöhen.
4.  Eine Schultüte ohne Süßigkeiten wäre keine richtige Zuckertüte. Buchstabenkekse haben auch einen Lerneffekt. Müsliriegel und Traubenzucker sorgen für die nötige Energie. Schokolade kann hingegen schmelzen.
5. Das Freundebuch kommt nicht aus der Mode und hilft dabei, neue Klassenkameraden richtig kennen zu lernen. 6. Eine Armbanduhr sieht nicht nur schick aus, sondern unterstützt bei der Pünktlichkeit.
7. Namens- und sonstige Stempel sowie Tattoos gehören ebenfalls zu den kleinen Geschenken, die beim Öffnen der Tüte für leuchtende Kinderaugen sorgen.

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