Salzwedels Berufsschüler nutzen Sonderaktion des Deutschen Roten Kreuzes

40 neue Blutspender

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Der 21-jährige Sebastian Schulz ist kein Neuling in Sachen Blutspende. Er lässt das Prozedere ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen und Anja Perner kann in aller Ruhe die Kanüle legen.

Salzwedel. 40 Erstspender sind das Resultat der Sonderblutspendeaktion gestern Vormittag in den Berufsbildenden Schulen Salzwedel (BBS). Ein Ergebnis, was das Team des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zufrieden stimmt.

Drei bekamen sogar eine kleine Auszeichnung, da sie bereits zum dritten Mal dabei waren.

Gerade im Moment ist es sehr wichtig neue, junge Blutspender zu werben, weiß Christina Schulz vom DRK. „Da kommen solche Termine wie in der Berufsschule gerade recht.“ Denn die Spendenbereitschaft sei zurückgegangen und der Nachwuchs fehlt merklich. Mit der jährlichen Aktion in der Berufsschule sollen die Schüler auf das Blutspenden aufmerksam gemacht werden.

Waltraud Klix vom Salzwedeler Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes hilft Dirk Lehmann bei den Vorbereitungen für die Blutspende.

Jeder der insgesamt 54 Berufsschüler nahm ein Prozedere von 6 Stationen auf sich. Wichtig waren bei der Anmeldung zunächst Blutspende- und Personalausweis. Anschließend wird der Blutfarbstoff und die Temperatur überprüft. „Wenn die Temperatur zu hoch ist, können sie nicht spenden. Dahinter verbrigt sich meist ein Infekt“, heißt es. Es folgt eine vertrauliche Arztuntersuchung.

Erst dann können die Schüler ab 18 Jahren in fünf bis zehn Minuten 500 Milliliter des wichtigen Lebenssaftes spenden. In einem extra Röhrchen wird von jedem eine Blutprobe für eine Laboruntersuchung aufbewahrt und werden noch am selben Tag nach Dessau gebracht. „Die Blutgruppe wird bestimmt und Krankheiten wie HIV untersucht“, erläutert Christina Schulze.

Abschließend heißt es durchatmen und den Kreislauf zur Ruhe kommen lassen. Außerdem wichtig: Trinken nicht vergessen. „Das was man spendet, sollte man möglichst bald wieder aufnehmen“, weiß die Frau vom DRK. Sie kommt gern in die BBS der Baumkuchenstadt. „Das ist ein sehr entspanntes Arbeiten, denn die Schüler, die zu uns kommen, sind immer sehr freundlich.“

Von Melanie Friedrichs

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