Aber: Das Projekt an sich sei nicht Gefahr

NASA hat Salzwedels Bahnhof im Sparplan

+
Während die NASA ohne die 31 Millionen Euro vom Land weiter Strecken- und Haltepunktschließungen favorisiert, will sie am Salzwedeler Bahnhofsgebäude erst einmal festhalten.

mei Salzwedel. Die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) will ihr Investprogramm kürzen. In einem internen Papier, das der AZ vorliegt, ist dabei explizit der Salzwedeler Bahnhof genannt.

Sprecher Wolfgang Ball dementiert zwar, dass sich die NASA aus dem Projekt zurückzieht, räumt aber „möglicherweise gewisse zeitliche Verschiebungen“ ein, die „heute noch nicht absehbar“ seien. An der Revitalisierung des Bahnhofes halte die NASA auf jeden Fall fest.

Zum Bahnhof Salzwedel läuft gerade eine Machbarkeitsstudie, die die NASA mit 16 000 Euro bezuschusst. Ziel ist es, den Bahnhof, der der Patron Capital London gehört, zu verkaufen.

Ein neuer Eigentümer soll mit der Studie, die eine Wiederbelebung mit Tourist-Center, Gastronomie, Fahrradverleih usw. vorsieht, leichter gefunden werden – ebenso Pächter für die einzelnen Angebote. Der Bahnhof müsste umgebaut und modernisiert werden – auch dazu liefert die Studie Ideen.

In Gefahr ist indes nach wie vor die Strecke Stendal-Tangermünde. Außerdem sollen zwischen Stendal und Salzwedel die Regionalbahnlinie entfallen und die Stationen Steinfeld, Kläden, Brunau-Packebusch und Pretzier geschlossen werden (Meßdorf ist bereits beschlossene Sache). Damit würde nur noch der Regionalexpress (Halle)-Magdeburg-Stendal-Salzwedel-(Uelzen) fahren, Haltepunkte auf der Strecke wären neben den Städten nur noch Hohenwulsch und Fleetmark. „Nicht mehr im Rahmen der Eckwerte finanzierbar“, heißt es dazu in dem NASA-Papier.

Hintergrund: Das Land will dem Verkehrsministerium aus Regionalisierungsmitteln des Bundes 31 Millionen Euro weniger zuweisen.

Von Ulrike Meineke

Mehr zum Thema

Kommentare