Eigene GmbH für Märchenpark

Nächstes Kapitel in der Kunsthaus-Affäre: Stadt Salzwedel prüft Rückforderung

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Das Kunsthaus: Eine halbe Million Euro soll aus der Stadtkasse in den Umbau des alten Lyzeums geflossen sein. Offenbar ohne das Wissen der Stadträte.

Salzwedel. Kurz und knapp hat Bürgermeisterin Sabine Blümel den Stadtrat und die Öffentlichkeit gestern Abend während der Tagung im Kulturhausfoyer über die Lage der Hansestadt informiert. So sprach das Rathausoberhaupt das Kunsthaus an.

Nachdem die Kommunalaufsicht zu dem Schluss gekommen ist, dass Blümels Amtsvorgängerin Sabine Danicke mit der Förderung des Kunsthauses „rechtswidrig und gegen den Willen der verantwortlichen Mandatsträger gehandelt“ habe (wir berichteten), prüfe die Stadt nun, ob sie Rückforderungsansprüche stellen kann oder muss, sagte Blümel.

Beim Märchenpark ist unterdessen eine Entscheidung gefallen. Die beliebte Freizeiteinrichtung an der Warthe soll künftig als GmbH weiterlaufen und nicht in die Verwaltung eingegliedert werden. Bislang firmiert der Märchenpark innerhalb der Jeetze Landschaftssanierung GmbH, die zum Jahresende liquidiert werden soll. Dies beschlossen die Stadträte gestern Abend ebenfalls. Mit dem Auflösen des KulTour-Eigenbetriebs wurde zudem ein zweiter Punkt des sogenannten Liquiditätskonzepts fix gemacht.

Kaum Neues gibt es hingegen in Sachen Stadtwaldverkauf: Nach der gescheiterten Auktion des Bürgerholzes sowie Gesprächen mit Ministerien in Magdeburg zur Finanzlage der Stadt seien noch mehrere Optionen offen, teilte Blümel mit. Für das Bürgerholz gebe es neue Interessenten.

Von Jens Heymann

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