Günter Schulz sorgt sich um das Dorfbild von Klein Grabenstedt

Nach Grünschnitt: „Ich bin wütend“

+
Der Schnitt erfolgte zum Teil schief. „Es muss doch auch ein bißchen fürs Auge sein“, ärgert sich Günter Schulz.

Klein Grabenstedt. „Ich bin wütend und bereue es, nach Klein Grabenstedt gezogen zu sein“, machte Günter Schulz gestern seinem Ärger luft. Am Morgen rückten Mitarbeiter der Landschaftssanierung und des Bauamtes in dem Salzwedeler Ortsteil an.

Im unteren Bereich des Weges ist wieder Luft, oben grünt es weiter. Hohe Lkw werden wohl weiterhin Probleme haben.

Ihr Ziel: Den öffentlichen Bereich eines Weges am kleinen Kreisverkehr nahe der Kirche freizuschneiden. Auf diesem sind auch Lkw für einen Betrieb unterwegs. Doch als die Männer fertig waren, traute Günter Schulz seinen Augen kaum: „Es war abgesprochen, von der Fahrbahn etwa 60 Zentimeter in Richtung meines Grundstücks zu schneiden. Es sind aber nun gut ein Meter. Die Pflanzen wurden verschandelt.“ Während im unteren Bereich teilweise dicke Äste abgesägt wurden, grünt es im oberen Bereich weiter. Der für Lkw-Fahrer wichtige Lichtraum ist also nicht größer. „Mir wurde gesagt, das kann erst im Herbst erfolgen“, so Günter Schulz im AZ-Gespräch.

Im unteren Bereich des Weges ist wieder Luft, oben grünt es weiter. Hohe Lkw werden wohl weiterhin Probleme haben.

Ihm stößt noch eine andere Sache sauer auf. Das Gelände rund um die Kirche, von dem ein Teil der Stadt gehört, ist bis auf den Part, den Günter Schulz freiwillig übernimmt, ungepflegt. Die Jeetze Landschaftssanierung habe dafür keinen Auftrag. Und so wuchert es am Gotteshaus weiter. Für Günter Schulz steht fest: Er kümmert sich nur noch um sein Grundstück und hofft, dass während der nächsten Kulturellen Landpartie nicht wieder volle Windeln bei ihm hingeschmissen werden.

Von Christian Ziems

Kommentare