Toter Vogel nahe Pretzier beschäftigt Naturschützer / Hilferuf aus Belgien

Milan in der Hecke, Sender weg

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Das Tier schaffte es von Belgien in die Altmark und starb dann auf der Bundesstraße 190.

Pretzier. Ein Rotmilan ist auf der Bundesstraße 190 vermutlich zwischen die Räder gekommen. Er lag tot einer Hecke neben dem Radweg. Der Kreisnaturschutzbeauftragte Michael Arens bekam am Sonnabend eine Hilferuf aus Belgien. Und zwar vom Naturhilfezentrum.

Dort wurde das Tier gepflegt, wieder ausgewildert und mit einem Sender versehen. Dieser schickte als letzte Koordinaten einen Punkt nahe Pretzier (52˚50’10. 02“N 11˚16’59. 52“O).

Auf der Karte sind die letzten gesendeten Koordinaten zu erkennen (gelb-schwarze Punkte). Das Tier wurde nahe Pretzier entdeckt. Der Sender ist aber verschwunden.

Michael Arens machte sich auf den Weg, um der Sache nachzugehen. „Ich fand den Rotmilan und vermute, dass er bei einem Verkehrsunfall starb“, informierte der Vienauer gestern die Altmark-Zeitung. Der streng geschützte Vogel, der auf der roten Liste für gefährdete Tierarten steht (Vorwarnstufe), konnte nicht mehr gerettet werden. Die Suche geht aber weiter. Und zwar nach dem Sender, der verschwunden ist. „Vielleicht hat ihn jemand einfach in die Tasche gesteckt ohne zu wissen, dass er wiederverwendet werden kann“, vermutet der Naturschützer. Da so ein Geräte zwischen 1000 und 2000 Euro kostet, möchten die Belgier es wiederhaben und weiter nutzen. Wer ihn gefunden hat, sollte sich im Kreisumweltamt bei Joachim Funke unter Tel. (03 901) 84 06 60 melden.

Von Christian Ziems

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