Zahl der tödlichen Unfälle gesunken

Mehr Schwerverletzte auf altmärkischen Straßen

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Auf Landstraßen, wie hier auf der B 190 im August 2014, kommt es wegen zu hoher Geschwindigkeiten und riskanter Überholmanöver immer wieder zu Unfällen. Im ersten Halbjahr 2015 gab es zwar weniger getötete, dafür aber mehr schwerverletzte Personen.

Altmarkkreis. Ganze 1487 Verkehrsunfälle verzeichnete die Polizeidirektion Altmarkkreis Salzwedel im ersten Halbjahr 2015. Das sind genauso viele Zusammenstöße wie im Vorjahreszeitraum Januar bis Juni 2014.

Davon ereigneten sich 778 Unfälle außerhalb geschlossener Ortschaften (2014: 761) und 709 innerorts (2014: 726). In Sachsen-Anhalt kam es in den ersten sechs Monaten zu insgesamt 34 395 Zwischenfällen im Straßenverkehr. 2014 waren es 33 732.

Während im gesamten Bundesgebiet die Anzahl der Unfälle mit Verletzten sank (von 5056 auf 4803 Unfälle), stieg diese für den Bereich des Altmarkkreises von 148 auf 161 Unfälle mit mindestens einer verletzten Person. Rückläufig ist dagegen die Anzahl der tötlichen Unfälle. Im ersten Halbjahr 2014 kamen acht Personen bei Zusammenstößen auf den Straßen in der Region ums Leben (2014 gesamt 14 Getötete). 2015 wurden für den Zeitraum Januar bis Juni drei Tote verzeichnet. Einen Anstieg gab es hingegen für das gesamte Bundesland. So sind in der ersten Jahreshälfe 2015 bereits 75 Menschen verstorben, im Vorhalbjahr waren es 67 Tote.

Innerorts kam es im ersten Halbjahr im Altmarkkreis Salzwedel zu einem Anstieg der Unfälle mit leicht verletzten (72 / 2014: 66) und schwer verletzten Personen (28 / 2014: 16). Ausserhalb geschlossener Ortschaften wurden im Zeitraum Januar bis Juni bei 61 Unfällen Personen leicht verletzt, im Vorjahreszeitraum waren es noch 75. Allerdings stieg die Anzahl der Unfälle mit schwerverletzten Personen von 22 auf 25.

Oft ist überhöhte Geschwindigkeit und eine riskante Fahrweise mit Überholmänovern die Ursache für einen Zusammenstoß. Innerorts ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Verkehrsteilnehmer abgelenkt sind oder Situationen nicht richtig einschätzen.

Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) sieht in den rückläufigen Tendenzen in einigen Bereichen allerdings keinen rechten Grund zur Freude, sondern erklärte: „Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte, die mit Herbst und Winter ohnehin noch witterungsbedingte Herausforderungen für die Verkehrsteilnehmer bereithält, appelliere ich eindringlich an alle, mit einem hohen Maß an Aufmerksamkeit, Vorsicht und Rücksicht unterwegs zu sein.“

Von Katja Lüdemann

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