Windpocken und Keuchhusten wieder auf dem Vormarsch

Mehr Kinderkrankheiten in Sachsen-Anhalt

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Mit Impfungen kann der Ausbruch von Infektionskrankheiten vermieden werden.

Sachsen-Anhalt. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden landesweit 159 mehr Keuchhusten-Fälle gemeldet als im gleichen Zeitraum 2015. Darüber informiert die Techniker Krankenkasse (TK) und bezieht sich dabei auf Zahlen des Robert-Koch-Institutes.

Die Experten haben ermittelt, dass es einen Anstieg um 32 Prozent gibt. Dabei liegt Sachsen-Anhalt im Trend. Bundesweit stieg die Zahl um 31 Prozent.

Zudem gibt es mehr Patienten mit Windpocken. Zwischen Harz und Altmark wurden von Januar bis Juli 252 Fälle gemeldet. Dies sind mit Blick auf die ersten sieben Monate 2015 insgesamt 14 Prozent mehr. Deutschlandweit liegt die Zuwachsquote sogar bei 29 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch wie in Sachsen-Anhalt. „Sowohl Keuchhusten als auch Windpocken sind keine harmlosen Kinderkrankheiten, sondern können auch Erwachsene treffen“, erklärt Jens Hennicke, Leiter der TK-Landesvertretung. Das Robert-Koch-Institut rät zum konsequenten Impfen. Auch das Salzwedeler Gesundheitsamt wirbt immer wieder dafür, den Status überprüfen zu lasen und eventuelle Lücken zu schließen. Landrat Michael Ziche macht sich als Botschafter dafür stark. „Ich möchte mithelfen, für eine bessere Impfakzeptanz zu sorgen. Der eigene Gesundheitsschutz muss den Menschen einfach wichtig sein“, heißt es auf der Internetseite der Kreisverwaltung.

Von Christian Ziems

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