Förderklassen für Deutsch sollen Flüchtlings- und Migrantenkinder auffangen

Mehr ausländische Schüler im Altmarkkreis Salzwedel

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Neben Jungen und Mädchen aus EU-Ländern kommen immer mehr Migranten- und Flüchtlingskinder in die Altmark. Auch an der Comenius-Schule sind für das Schuljahr 2015/2016 elf Schüler mit ausländischen Wurzeln aufgelistet.

Altmark. „Auch wir müssen uns mit der Asyl- und Flüchtlingsproblematik mehr auseinander setzen.

Es wird mehr ausländische Schüler, ob als Migrations- oder Flüchtlingskind oder aus EU-Staaten, in der Altmark geben, die teilweise mit einem höheren Bedarf an Deutschstunden aufgefangen werden müssen“, erklärte Christel Gießler vom Schul- und Sozialamt des Altmarkkreises.

Durch den stetigen Zustrom von Asylsuchenden mit Kindern und Jugendlichen, die der Schulpflicht unterliegen, verändert sich auch der Unterrichtscharakter. So verzeichnet die Perver-Grundschule für das Schuljahr 28 ausländische Schüler, von denen immerhin noch 16 einen gesonderten Bedarf an Deutschunterricht haben. Eine Besonderheit stellt die Lessing-Grundschule dar. Dort sind 13 ausländische Schüler aufgelistet. Zusätzlich werden dort noch 22 Kinder mit Migrationshintergrund, davon 13 Flüchtlingskinder, betreut.

An den Sekundar- und Gemeinschaftsschulen wurden für das aktuelle Schuljahr an der „Karl Marx“ in Gardelegen 14 Schüler mit Migrationshintergrund verzeichnet. An der Comenius sind es elf und an der Lessing 20 Schüler. „Neben gesonderten Förderklassen mit Deutschunterricht an drei Sekundarschulen und zehn Grundschulen im Kreis kann auch die Fortführung des Schulsozialarbeiter-Förderprogrammes zur Integration beitragen“, so Gießler.

An neun Sekundarschulen, fünf Grundschulen und zwei Förderschulen in der Altmark konnten Stellen für Sozialarbeiter geschaffen werden. „Hier wäre es aber besser und vor allem notwendig, wenn auch an Gymnasien Plätze für Sozialarbeiter geschaffen werden könnten“, betonte Christel Gießler im AZ-Gespräch.

Von Katja Lüdemann

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