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Altmark: Mehr Ältere gehen arbeiten

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Von wegen Ruhe in der Rente: Immer mehr Ältere aus der Altmark gehen arbeiten.

Altmark. Immer mehr Menschen zwischen 65 und 70 Jahren gehen arbeiten. Dies zeigen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft nun ausgewertet hat.

Auch in der Altmark ist die Anzahl der tätigen Senioren innerhalb der vergangenen 15 Jahren demnach kräftig gestiegen (Details siehe Infokasten links). In der Westaltmark waren 2015 insgesamt 14,5 Prozent, also knapp jeder Siebte zwischen 65 und 70, noch in Lohn und Brot. Zusammen mit der Landeshauptstadt Magdeburg ist dies der Spitzenwert in Sachsen-Anhalt.

Der Landkreis Stendal findet sich mit 11,5 Prozent im Mittelfeld der Kreise Sachsen-Anhalts wieder. Der Beschäftigungsgrad Älterer ist dort allerdings stärker gestiegen als im Altmarkkreis.

In Salzwedel, Klötze, Gardelegen und Co. wird bereits seit Jahren im Durchschnitt länger gearbeitet als in allen anderen ländlichen Regionen des Bundeslandes. Der Salzlandkreis und Mansfeld-Südharz belegen bundesweit sogar die beiden letzten Plätze (8,4 bzw. 8,3 Prozent).

Sachsen-Anhalt ist Schlusslicht im Vergleich mit allen anderen Bundesländern. Auch der Altmarkkreis Salzwedel und Magdeburg liegen immer noch unter dem Bundesdurchschnitt von 16,6 Prozent.

Nationaler Spitzenreiter ist übrigens der niedersächsische Landkreis Vechta. 32 Prozent – umgerechnet jeder Dritte zwischen 65 und 70 Jahren – ist noch beschäftigt. Bei den Bundesländern führt Baden-Württemberg mit 19,4 Prozent. Insgesamt handelt es sich um 665 000 Personen.

Laut Studien ist dabei der Verdienst weniger wichtig als Spaß an der Arbeit und Kontakte zu Mitmenschen. Die meisten 65- bis 70-Jährigen haben ohnehin nur eine geringfügige Beschäftigung. Einflüsse sind auch die Wirtschaftskraft der jeweiligen Region und der damit oftmals einhergehende Kräftebedarf. Auch die Anzahl der Pendler wirkt sich auf die Beschäftigungsquote aus.

Von Jens Heymann

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