Salzwedel: Mündliche Kündigungen zurückgezogen / Unterschriftensammlung

Märchenpark: Es geht weiter!

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Für Kinder aus der Region ein Spiele-Paradies: Der Salzwedeler Märchenpark.

Salzwedel. „Es gibt derzeit keine betriebsbedingten Kündigungen für Mitarbeiter des Märchenparks“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Nach Recherchen der AZ gab es allerdings im Auftrag der Stadt die mündliche Aussage, dass die Kündigungen schriftlich kommen.

Und zwar von einem Anwaltsbüro aus Hamburg. Diese Information wurde zur Freude der Mitarbeiter bei einem Gespräch überraschend wieder zurück genommen.

„Wir sind die Seele und gehören dazu!“ Die Mitarbeiter im Märchenpark wollen ihre Jobs behalten.

Unter den Angestellten hatten sich in den vergangenen Tagen Existenzängste breit gemacht, einige von ihnen haben auch Kinder. Die Folge waren unruhige Nächte und sehr viele Gespräche. Auch die Besucher sind aufgeschreckt und unterschrieben auf einer Liste für den Erhalt des Märchenparks in seinen jetzigen Grundzügen. Innerhalb von knapp einer Woche kamen so über 500 Unterschriften zusammen.

Die Stadt verweist derweil auf das aktuelle Liquiditätskonzept. Ziel sei die „Verselbständigung oder Angliederung an einen bestehenden Bereich der Stadtverwaltung“. Wie genau das passieren soll, lassen die Verantwortlichen weiter offen. Er werde noch daran gearbeitet. Hintergrund: Der Märchenpark wird derzeit von der Jeetze-Landschaftssanierung betrieben. Diese Gesellschaft soll aber aufgelöst werden. Und zwar auf Betreiben der Stadt. Diese formuliert in der Pressemitteilung, dass es sich um eine eigenständige GmbH handelt und die Kommune lediglich Anteile hält. Fakt ist aber auch, dass die Gemeinde ihren Einfluss in den vergangenen Monaten erhöhen konnte. Die Kommune hat trotz anhaltender Finanzsorgen mit Hilfe von Steuergeldern Anteile von anderen Gemeinden, wie zum Beispiel Arendsee erworben. Die Mitarbeiter hoffen nun, dass erstmal Ruhe einkehrt und sie ihre Jobs behalten.

Von Christian Ziems

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