Der Leuchtturm soll auch in Zukunft strahlen

Märchenpark-Mitarbeiter haben erstmal weiter sichere Zukunftsaussichten

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60 000 Quadratmeter umfasst der Märchenpark am Warthekreisel. Den Sommer über arbeiten 25 Personen in der Einrichtung. Der erste Spatenstich wurde 2003 gesetzt.

Salzwedel. Bürgermeisterin Sabine Blümel spricht im Zusammenhang mit dem Märchenpark immer wieder von einem Leuchtturm. Unter den Mitarbeitern ging aber nun die Angst um, dass die Strahlkraft erlöschen könnte. Denn es gab Kündigungen.

Die Stadtverwaltung hat nur bestätigt, das diese den Geschäftsführer der Jeetze Landschaftssanierung (Betreiber des Märchenparks) Michael Thätner und die Prokuristin Cornelia Wichmann betreffen. Denn die Gesellschaft soll bekanntlich im Zuge der allgemeinen Stadt-Sparpläne aufgelöst werden. Doch auch bei den Angestellten macht sich Existenzangst breit.

Nach AZ-Recherchen gab es gestern Entwarnung. Erstmal soll alles wie bisher weiterlaufen. Die Mitarbeiter, von denen sich trotz der großen Unsicherheiten niemand krank gemeldet hat, wollen nun zunächst zur Ruhe kommen und sich wieder komplett auf die Besucher sowie den Park mit Spielscheune konzentrieren. Sie machten aber keinen Hehl daraus, dass sie sich vor allem auf Grund der Informationspolitik seitens der Stadt nicht mehr wohlgefühlt haben und ein Rest an Skepsis bleibt. Dies betrifft die unbefristeten Angestellten genauso wie die Saisonkräfte.

Denn die Frage, wie konkret der Märchenpark ein Bestandteil der Stadtverwaltung werden soll, schwebt weiter im Raum. Damit verbunden sind offene Details, wie eventuell veränderte Arbeitsverträge oder andere Abläufe. Sie würden sich freuen, wenn Bürgermeisterin Sabine Blümel sowie Stadträte in den Märchenpark kommen und sich das Gelände bei einem Stück selbstgebackenen Kuchen anschauen.

Das Individuelle und Kreative ist ein Erfolgsrezept der Einrichtung. Cornelia Wichmann hat daran den größten Anteil und die Ideen entwickelt. Darum wollen die Mitarbeiter, dass sie weiterhin der Kopf des Ganzen bleibt. Sie setzen auf die eingeschworene Gemeinschaft, die auch Besucheranstürme meistert. Am Donnerstag kamen zum Beispiel 500 Gäste. In der nächsten Woche sind 140 Kinder angemeldet, die alle zur selben Zeit Essen haben möchten. Auch für Einschulungen 2017 gibt es bereits Reservierungen. Die Angestellten wollen die Aufgaben gerne stemmen, möchten dafür aber berufliche Sicherheit.

Von Christian Ziems

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