BUND bekommt 75 000 Euro für Flächenkauf / Bürgermeisterin Blümel spricht bei Ministerien vor

Lotto gibt – Stadt verhandelt

+
Rückblick in den April: Damals übergab Lotto-Geschäftsführerin Maren Sieb einen Scheck über 75 000 Euro an Dieter Leupold vom BUND. Nun erhalten die Naturschützer erneut Geld. Foto: Archiv / hey

Salzwedel / Magdeburg.

Die Nachricht war gestern Mittag so frisch, dass noch nicht einmal Dieter Leupold, Projektleiter Grünes Band vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), davon wusste: Lotto Sachsen-Anhalt gibt zum zweiten Mal in diesem Jahr 75 000 Euro an den BUND zum Erwerb von Flächen am Grünen Band.

Mit dem Geld könnten nun auch Grünes-Band-Abschnitte nördlich von Hoyersburg (Bürgerholz) gekauft werden, deutete Dieter Leupold an. Flächen, die zuvor versteigert werden sollten, aber letztlich von niemand gekauft wurden (wir berichteten). Lotto Sachsen-Anhalt gibt dem BUND Mittel in die Hand.

In der Hauptsache geht es allerdings um andere Areale an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Der BUND will im Rahmen seines Projektes „Lückenschluss“ in der Allerniederung zwischen Oebisfelde und Gehrendorf sowie zwischen Salzwedel und Arendsee tätig werden. Beide Gebiete seien entsprechende Pilotprojekte, wie Dieter Leupold der AZ gestern erläuterte.

Konkret handelt es sich neben den erwähnten Gebieten bei Hoyersburg um Flächen nördlich von Klein Chüden und Riebau. Der BUND ziehe mittlerweile den Flächentausch einem reinen Kauf vor, so Dieter Leupold.

Lotto Sachsen-Anhalt schüttet regelmäßig einen Teil der Spieleinsätze für gemeinnützige Projekte aus. Neben dem Bereich Umwelt zielen diese häufig auf kirchliche Denkmalpflege, auf Kultur und auf Sport ab.

Unterdessen ist auch Salzwedels Stadtverwaltung in Sachen Waldverkauf wieder aktiv geworden. Bürgermeisterin Sabine Blümel weilte am Dienstag in Magdeburg, um mit Vertretern des Umwelt-, des Finanz- und des Innenministeriums über die Haushaltslage und den Stadtwald zu sprechen. Umweltstaatssekretär Klaus Rehda (Grüne) bekräftigte den Wunsch des Landes, Bürgerholz und Buchhorst weiterhin in öffentlicher Hand zu wissen. Er sei sich aber auch der Finanzsituation Salzwedels bewusst, wie es in einer Mitteilung hieß. Rehda erklärte, dass das Land gegebenenfalls den westlichen Teil der Buchhorst (378 Hektar) zu einem noch unbestimmten Preis kaufen würde. Gleiches gelte für die anderen Flächen im Grünen Band. Die Versteigerung der Buchhorst läuft.

Von Jens Heymann

Kommentare