Erdgas: Nach Reinigung wird abgefackelt / An den Sonden wird auch nachts gearbeitet

Leuchtender Himmel über Osterwohle und Tangeln

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Die Peckensen 234 und die Mellin 20 werden ab nächster Woche saniert. Zum Abschluss brennt die Fackel über den Bohrlöchern und nach zwei Wochen soll wieder Erdgas gefördert werden.

Osterwohle / Tangeln. Die so genannten Erdgasförderstellen Peckensen 234 westlich von Osterwohle und Mellin 20 westlich von Tangeln sollen wieder flottgemacht werden.

"Eine Tochtergesellschaft der Lingener Engie E&P Deutschland ist mit Instandhaltungsarbeiten an der untertägigen Ausrüstung beauftragt“, berichtet Hanna Jansky von der Firmenleitung.

„Ziel ist es, die Bohrlöcher und die angrenzenden Lagerstättenbereiche von Verunreinigungen zu befreien, sodass die Bohrungen wieder in Produktion genommen werden können“, so die Sprecherin weiter. Dazu muss eine biegsame Rohrleitung eingebracht werden, die die Bohrung mit Spezialwerkzeug reinigt. Zum Schluss wird noch eine geringe Menge, zuvor gereinigtes Gas abgefackelt, erklärt Jans-ky den Ablauf.

Die Arbeiten beginnen an beiden Anlagen in der kommenden Woche und werden etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen. Gearbeitet wird in dieser Zeit Tag und Nacht. „Der Einsatz von erfahrenem Fachpersonal und modernster Technik sorgen für den Schutz von Mensch und Umwelt“, verspricht Jansky.

Die Peckensen 234 wurde Mitte der 1980er Jahre abgeteuft und förderte bis zum vergangenen Jahr Erdgas. Auch die Mellin 20 war bis 2015 aktiv. Sie ist aber etwas älter, wurde Ende der 1970er Jahre heruntergebracht.

Die anstehenden Reinigungsarbeiten seien mit den Fachbehörden abgestimmt und erfolgten unter höchsten Sicherheitsbestimmungen, informiert die Firmensprecherin. Aufsichtsführende Behörde ist das Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt.

Von Holger Benecke

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