Tag des offenen Denkmals in Salzwedel: Geschichte lebendig halten / Engagement gefragt

Leuchtende Vergangenheit

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Nur mit Hilfe der Ehrenamtlichen und der Mitglieder lassen sich Denkmäler erhalten und nutzen. Heike Schmidt und ihre Tochter zeigen in der Küche des Arbeitskreises Salzwedeler Altstadt, wie zu Großmutters Zeiten Brot geknetet und gebacken wurde.

Salzwedel. Schneidern, backen, werkeln – alles wie zu Großmutters Zeiten. Der Arbeitskreis Salzwedeler Altstadt (ASA) öffnete am Sonntag seine Pforten in der Altperverstraße und bot Besuchern einen Blick hinter die alten Mauern und auf die Arbeitsweisen vergangener Zeit.

Besucher wurden durch die Räume in der Altperverstraße 26 / 28 geführt: Die Werkstatt ist mit altem Handwerkszeug ausgestattet.

Zum Tag des offenen Denkmals präsentierten sich die Mitglieder und Ehrenamtlichen in altertümlicher Tracht. Und führten den Gästen vor Augen, wieviel Kraft und Engagement es kostet, Denkmäler zu erhalten und lebendig zu halten. „Wir sind auf die Hilfe aller angewiesen. Für unsere Webstuhle suchen wir dringend eine neue Weberin, die sich mit dem alten Webstuhl auskennt“, erzählt Heidrun Dreyer, stellvertretende Vorsitzende des ASA, während sie die Besucher durch die Räumlichkeiten führt. In dem Raum, der bald als Apotheke dienen soll, wird kräftig gearbeitet. Auf alte Weise werden dort die Wände verputzt.

Die Salzwedeler Stadtwache 1480 öffnete die sonst für die Öffentlichkeit verschlossenen Tore des Karlsturms.

Auch im Karlsturm leuchtete die Vergangenheit: Der Aufgang zur Turmspitze, von Kerzen erhellt, gestaltet sich abenteuerlich auf den engen, schmalen Steinstufen. Die Salzwedeler Stadtwache 1480 führte durch den ehemaligen Wach- und Kerkerturm. Der Karlsturm, der sonst für die Öffentlichkeit geschlossen ist, bot seinen Gästen von oben einen Blick über die Hanse- und Baumkuchenstadt

Von Katja Lüdemann

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