Zweiter Abschnitt: Noch offene Fragen zum weiteren Ausbau

Leetzer Ortsdurchfahrt: Bohrproben und Kamera sind nötig

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Die Leetzer Kinder fahren bereits auf dem ebenen Bitumen des ersten Bauabschnitts der Ortsdurchfahrt. Offene Fragen gibt es derzeit noch zum zweiten Abschnitt.

Leetze. Weitere Probe-Bohrungen im Erdreich zur Prüfung der Versickerungsmöglichkeit für anfallendes Regenwasser und eine Kamerabefahrung im alten Kanal zur Rohr-erkundung: Das sind aus Sicht der Gemeinde Kuhfelde notwendige Maßnahmen zur weiteren Entscheidungsfindung im Rat vor dem Start für den zweiten Bauabschnitt an der Leetzer Ortsdurchfahrt.

Noch einige offene Fragen gibt es also zum weiteren Ausbau, hieß es als Fazit während der Ratssitzung am Dienstagabend im Leetzer Gemeinschaftshaus. Hier hatte vor allem der Ratsherr und Leetzer Einwohner Lutz Amft seine Bedenken angemeldet, dass die vom Altmarkkreis geplanten und bezahlten Regenwasser-Versickerungsmulden auch bei großen Regenmengen ihren Dienst tun.

Doch eins wurde im Rat am Dienstag auch klar: Der Altmarkkreis bezahlt nur die Mulden. Falls ein kompletter Neubau des Kanals gewünscht wird, werden die Baukosten für den zweiten Bauabschnitt wohl wesentlich ansteigen. Die Kosten für einen Neubau muss dann die Gemeinde Kuhfelde tragen und wegen leerer Kassen dann wohl zum großen Teil auf die dortigen Anlieger umlegen. „Das müssen wir uns also genau überlegen“, machte Gemeindebürgermeister Frank Leskien im Rat deutlich.

Unklar ist derzeit die genaue Lage und die Beschaffenheit des alten Kanals. Eine Suchschachtung, die Kamera-Befahrung und Boden-Probebohrungen sollen so schnell wie möglich erfolgen. Dann soll der Rat Anfang August erneut zusammenkommen, wenn klar ist, wie viel Geld die einzelnen Bau-Alternativen (kompletter Neubau des Regenwasserkanals oder Dumpingpreis-Lösung mit den überirdischen Versickerungsmulden) kosten.

Die Mulden sind laut Altmarkkreis eine gute und ökologisch sinnvolle Lösung, weil auch das geringe Straßengefälle in Leetze diese Variante zulässt. Kritik gab es hier im Rat, die Mulden seien „ein Provisorium“ und Leetze sei diesbezüglich ein „Versuchsprojekt“. Außerdem seien die Versicherungsmulden nicht mit Autos zu befahren und auch die Pflege der Flächen sei im Sommer problematisch.

Sofern der alte Bürgermeisterkanal in gutem Zustand ist und die Probebohrungen die Versickerungs-Variante unterstützen, könne die preiswertere Lösung des Kreises verwirklicht werden, hieß es. Sie sieht im zweiten Bauabschnitt den Ausbau des hinteren Teils der Leetzer Ortsdurchfahrt in einer Breite von etwa 5,80 Metern mit Schotter-Bankett, Muldenrinne, Versickerungsbecken und Straßen-Dachprofil vor.

Die Fahrbahn selbst wird bitumiert, die Grundstücks-Zufahrten sollen gepflastert werden. Die Umsetzung der Maßnahme ist im Frühjahr 2017 geplant. Wie hoch die genaue Fördersumme ist, ist derzeit noch unklar.

Von Kai Zuber

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