Stadt will den Massen mit Big Bags zu Leibe rücken / Sperrmüll auf Bestellung

Das Laub muss weg

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So genannte Big Bags zum Sammeln des Herbstlaubes – wie sie hier im Bereich Arendsee aufgestellt sind – könnten im nächsten Jahr auch in Salzwedel stehen.

Salzwedel. Das Laub muss weg. Im Bereich der Hansestadt Salzwedel sollen neue Wege gegangen werden, um des Herbstlaubes Herr zu werden.

So orientiert sich die Verwaltung gegenwärtig am Arendseer Modell, wo im Herbst Big Bags aufgehangen werden, in denen die herabfallenden Blätter an kommunalen Flächen gesammelt werden können.

In dieser Frage hat nicht nur der Ortschaftsrat Pretzier einen Vorstoß in Richtung Stadtverwaltung unternommen, sondern auch die Arbeitsgruppe „Ordnung und Sauberkeit“, die erstmals im November getagt hat. Oberbürgermeisterin Sabine Danicke hat sich inzwischen in die Herbstlaubentsorgung an den doch recht opulenten Grünanlagen in der Kernstadt Salzwedel sowie auch den ländlichen Ortsteilen eingeschaltet: „Für das nächste Jahr wird das Bereitstellen der so genannten Big Bags für die Laubentsorgung im Stadtgebiet geprüft.“

Ein zweites Thema, das in diesem Zusammenhang von der Stadt angegangen werden soll, ist die Sperrmüllentsorgung. Die Oberbürgermeisterin klagt über die immensen Nachfolgekosten durch die wilde Sperrmüllentsorgung. Konkret zum Beispiel auch beim Garagenkomplex an der Gartenstraße, der sich zu einer wilden Sperrmülldeponie von illegalen Abladern über die Region hinaus entwickelt hat. Allein an dieser Stelle mussten in den vergangenen Jahren vom Bauhof bis zu fünf große Lkw-Ladungen Nicht-Sperrmüll weggeräumt werden. Danicke wurde konkret, dass für die Verbesserung des Ortsbildes bislang pro Jahr rund 35 000 Euro Nachsorgekosten anfallen.

Deshalb soll nun auf ein neues System umgestellt werden: Zum weiterhin kostenfreien Abholen des Sperrmülls kann demnach einmal im Jahr – bisher wurde zweimal abgefahren – ein Termin mit dem Entsorger vereint werden. Das Modell ist nicht neu, wird auch anderswo erfolgreich praktiziert. Der Vorschlag, das auch auf Salzwedel anzuwenden, kam bereits vor geraumer Zeit aus der Stadtratsfraktion der Linken.

Von Holger Benecke

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