Veterinäramt untersuchte auf Tollwut / Trichinenbefall in Stendal

Kreisweit negative Proben

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Proben von Wildschweinen wurden im vergangenen Jahr vom Kreisveterinäramt auf die Aujeszkysche Krankheit, die klassische Schweinepest, die Afrikanische Schweinepest und auf Brucellose untersucht.

bg Salzwedel / Altmarkkreis. Insgesamt 91 Proben von Füchsen, Marderhunden und Waschbären wurden im Jahr 2014 vom Altmarkkreis auf Tollwut untersucht.

Mit dem Ergebnis, dass alle negativ waren, konnte eine Tollwutfreiheit der Region bestätigt werden, teilt der Altmarkkreis Salzwedel in einer Pressemitteilung mit.

Außerdem wurden Füchse auf den kleinen Fuchsbandwurm untersucht. Bei 54 untersuchten Tieren fielen 13 Proben positiv aus. Elke Filter, Tierärztin des Veterinäramtes, weist auf die Vorsichtsmaßnahmen hin: „Beeren und Pilze aus dem Wald sollten vor dem Verzehr gründlich gewaschen, nach Möglichkeit gekocht und getrocknet werden“ Hunde, insbesondere Jagdhunde, sollten regelmäßig entwurmt werden. Jäger werden darauf hingewiesen, bei Kontakt mit Füchsen, Handschuhe zu tragen.

Außerdem wurden 133 Schweißproben von Wildschweinen genommen, die auf Aujeszkysche Krankheit und die klassische Schweinepest mit negativem Ergebnis untersucht wurden. 113 Schweißproben wurden auf Afrikanische Schweinepest untersucht, ebenfalls negativ. Ein weiterer Untersuchungsgrund ist die Brucellose. Von 79 untersuchten Proben waren 74 negativ und 5 Proben zeigten ein positives Ergebnis.

Anfang Februar ging eine aktuelle Meldung aus dem Landkreis Stendal beim Veterinäramt ein, welche über einen massiven Trichinenbefall bei zwei Stücken Schwarzwild benachrichtigte. „Alle Jäger werden dringend aufgerufen, der Untersuchungspflicht von Schwarzwild auf Trichinen nachzukommen“, unterstreicht Amtstierärztin Elke Filter. Damit könne beim Verzehr des Wildbrets die eigene Gesundheit und die der Familien durch diese Maßnahmen geschützt werden, so Filter. Außerdem müsse die Pflicht als Lebensmittelunternehmer bei der Vermarktung des Wildbrets erfüllt werden.

Insgesamt sei die Probenerfassung in Zusammenarbeit gut verlaufen. Der Amtstierärztin und Leiterin des Veterinär- und Lebensmitteluntersuchungsamtes des Altmarkkreises sei eine praxisbezogene Kommunikation mit den Fachleuten in Wald und Flur von immenser Bedeutung.

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