Anlagen auf sechs Objekten produzieren rund 400 000 Kilowattstunden pro Jahr

Kreisgebäude: Solarstrom deckt 33 Prozent des Bedarfs

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Auf der Sporthalle der Berufsschule und auf dem Haupttrakt wurde vor einigen Jahren eine Photovoltaikanlage errichtet. Diese erzeugte 2014 125 000 Kilowattstunden. Auf den Kreisgebäuden gibt es vier weitere Anlagen.

Salzwedel. Die Sporthalle der Ganztagsschule Lessing, Berufsschule, die Lernbehindertenschule Pestalozzi (alle Salzwedel), die Geschwister- Scholl-Gymnasium Gardelegen und die Sporthalle der Sekundarschule Beetzendorf.

Auf diesen Gebäuden hat der Altmarkkreis in den vergangenen Jahren fünf Photovoltaik-anlagen errichten lassen.

Dies zahlt sich aus. 2014 konnten 415 500 Kilowattstunden erzeugt werden. Aus einer aktuellen Statistik geht zudem hervor, dass sich damit etwa 33 Prozent des Gesamtstromverbrauchs aller Kreis-immobilien decken lassen. Seit Juli 2012 konnten über 682 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart und damit die Umwelt geschont werden. Die größte Anlage befindet sich übrigens auf dem Geschwister- Scholl-Gymnasium und erzeugt pro Jahr allein rund 147 000 Kilowattstunden.

Darüber hinaus gibt es seit Anfang 2015 neue Lieferverträge mit Unternehmen. So kauft der Kreis pro Jahr um die 1,4 Millionen Kilowattstunden Strom und rund 2,9 Millionen Kilowattstunden aus Erdgas ein. Damit wurden bislang 51 Gebäude versorgt.

Dazu zählen unter anderem 22 Bildungsstätten, neun Sporthallen, vier Verwaltungsgebäude, drei Museen und zwei zentrale Einrichtungen der Feuerwehren. Neu hinzu gekommen ist ein Wohnblock an der Gardelegener Bahnhofstraße 58. Dort werden seit dem 1. Januar Asylbewerber untergebracht. Eines der Gebäude befindet sich nicht auf dem Kreisgebiet. Und zwar das Kinderferienlager in Gager (Rügen). Außerdem gehören zum kommunalen Eigentum 190 Hektar Naturschutzflächen.

Für die Bewirtschaftung der Gebäude waren im vergangenen Jahr 2,2 Millionen Euro nötig. Auch der Erhalt der Werte spielt eine Rolle. Um die Objekte in Stand zu halten waren noch einmal 1,7 Millionen Euro nötig. So wurde zum Beispiel gemalert, gepflastert und repariert. Dabei gibt es auch Dinge, die nicht immer vorhergesehen werden können. So musste 2014 ein gebrochener Balken in der Aula des Salzwedeler Jahn-Gymnasium repariert werden. In der Berufsschule wurde ein Abgassystem für Schmiedefeuer eingebaut, damit die künftigen Gesellen verschiedener Berufe besser auf die Arbeitswelt vorbereitet werden können.

Von Christian Ziems

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