„Marketingwege Salzwedel 2030“

Der Kreisel mit dem Kuchen: Salzwedels Amtsleiter Olaf Meining auf Marketingwegen

Über die Kreisel-Gestaltung in Salzwedel wurde viel diskutiert. Die Erdgas-Fackel für den Chüttlitzer Kreisel (Foto) ist mittlerweile vom Tisch, der Baumkuchen für den Schillerstraßen-Kreisel noch im Rennen.

hob Salzwedel. Die alte Hansestadt besser vermarkten – das Strategiepapier dafür wurde von Salzwedels Amtsleiter Olaf Meining erarbeitet. Vor knapp fünf Jahren beschloss der Stadtrat die „Marketingwege Salzwedel 2030“.

Seit dem sind von insgesamt 56 Maßnahmen bereits 29 umgesetzt beziehungsweise im laufenden Prozess. Ein Dutzend ist in der Vorbereitung. Zwölf weitere sind noch nicht angegangen worden, drei wurden verworfen.

Unter letzteren auch die Kreiselgestaltung – aufgrund dessen, dass alle Akteure, Haupt- wie Ehrenamtliche, beim Landesverwaltungsamt in Halle auf Granit gebissen haben. Zur Erinnerung: Das Aufstellen der Erdgasfackel auf dem Chüttlitzer Kreisel und des Riesen Jan Kahle auf dem Warthe-Kreisel war untersagt worden, weil sich die Bundesstraßenrondelle außerhalb von Ortslagen befinden.

Noch im Laufen hingegen ist das Gestalten des Schillerstraßen-Kreisels. Dieser soll mit Salzwedels Hauptidentitätsmerkmal, einem Baumkuchen, verziert werden. Die Fördermittelanträge laufen, Eigenanteile kommen unter anderem auch von den Baumkuchenherstellern, erläutert Olaf Meining diese Maßnahme der Marketingwege. Er hat das Papier im Mai fortgeschrieben und auf den neusten Stand gebracht. Und auch wenn er ab heute als Leiter ins Ordnungsamt wechselt, will er die Marketingwege weiter begleiten.

Arbeitsfelder sieht er noch für die Konzeptpunkte Salzwedel-Pass / Salzwedel-Karte, Salzwedel in der Bioenergieregion Altmark, Zukunft des Stadtwaldes, Wasser-Tourismus, Online-Shop für die Tourist-Information, Kinderspielmöglichkeiten im Stadtzentrum, Jugend und Stadt, Salzwedeler Kulturmeile sowie Hansestadt als Hochschulstandort. All diese Projekte sind noch nicht in Angriff genommen worden.

Verworfen wurde unter anderem auch eine Jugendherberge, da sich das Herbergswerk in Salzwedel nicht engagieren will. Ein Versuch, den ehemaligen Kleinbahnhof zu einer Jugendherberge umzubauen, war in den 1990er Jahren trotz großem Engagements der Stadt gescheitert.

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