58 Hilfesuchende werden pro Monat aufgenommen / Platz im Wohnheim

Der Kreis ist auf der Suche nach weiteren Wohnungen

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Der Kreis bietet Hilfesuchenden seit April auch in Mieste Wohnungen an. Bislang war dies nur in Städen der Fall. Die vorhandenen Räume reichen aber insgesamt nicht aus, neue werden gesucht.

Salzwedel. Von den 137 Plätzen in den Gemeinschaftsunterkünften für Asylbewerber sind derzeit 135 belegt. Pro Monat kommen 58 Hilfesuchende in den Altmarkkreis.

Landrat Michael Ziche machte dem Kreistag am Montagabend deutlich, dass weiter Handlungsbedarf besteht: „Wir nehmen unsere Verantwortung wahr. “ Ab dem 1. August kann auch das Wohnheim des Salzwedeler Vereins für berufliche Bildung genutzt werden. Trotzdem reicht die Kapazität laut Ziche nur noch bis September.

Zu den Unterkünften kommen 122 Wohnungen, die Platz für 438 Kinder, Frauen und Männer bieten. 46 Plätze sind noch frei. Dies heißt konkret: Die Verwaltung ist auf der Suche nach weiteren Wohnungen, die angemietet werden können. Denn die Asylbewerber sollen von den Unterkünften möglichst schnell ein eigenständiges Leben in den Wohnungen führen können. In der Vergangenheit wurde immer wieder deutlich gemacht, dass möglichst in allen Kommunen Hilfesuchende untergebracht werden sollen. Bislang konzentriert sich das Geschehen vor allem auf Salzwedel, Gardelegen und Kalbe.

Michael Ziche sprach im Kreistag von einer „Willkommenskultur“, die geboten werden solle. Dazu gehört die Integration. Helfer sollen die Asylbewerber mit dem Leben in Deutschland vertraut machen. Außerdem gilt für die Kinder Schulpflicht. Fehlende Sprachkenntnisse werden dabei zur Hürde. Diese Last müssen die Bildungsstätten tragen. Unterstützung gibt es durch die Kreisvolkshochschule, die Sprachkurse organisiert und damit den Lehrkräften tatkräftig unter die Arme greift. Außerdem gibt es künftig schnelle finanzielle Hilfe durch das Land. Pro Asylbewerber wird eine Pauschale von 8600 Euro pro Jahr ausgezahlt. Für den Kreis bedeutet dies eine Summe von knapp 500 000 Euro pro Monat. Hinzu kommen Gelder für nötige Investitionen. Außerdem sprach Michael Ziche davon, dass die Mittel vom Bund direkt an die Kreise weitergereicht werden sollen.

Von Christian Ziems

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