Neue Strukturen für Innovations- und Gründerzentrum des Altmarkkreises

Kreis-Eigenbetrieb wird in Ämtern aufgehen

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Erhard Prehm (l.) hielt am Dienstagabend seinen letzten Geschäftsbericht als IGZ-Betriebsleiter. Ausschussvorsitzender Matthias Baumann (2.vl.) und Landrat Michael Ziche hörten zu.

Altmarkkeis. Erhard Prehm ist seit heute im Ruhestand. Der Betriebsleiter des Innovations- und Gründerzentrum (IGZ) hielt am Dienstag vor Kommunalpolitikern seinen letzten Geschäftsbericht.

Beim öffentlichen Personennahverkehr ging es in den vergangenen Monaten vor allem darum, die kreiseigene PVGS weiter für die Zukunft fit zu machen. Für den Beratungsbereich sei es vor allem eine Herausforderung, genügend Teilnehmer für die Kurse zu begeistern. Vor allem Existenzgründer bekommen kostengünstige Hilfe bei den ersten unternehmerischen Schritten.

In Sachen Energieagentur habe das IGZ noch nicht so viel erreicht, wie ursprünglich gedacht. Hintergrund: Der Altmarkkreis gehört mit dem Landkreis Stendal zu einer Modellregion. Ein Ziel ist es, den Sektor der erneuerbaren Energien zum Nutzen der Altmark voranzubringen. Bislang habe es aber im wesentlichen nur Gespräche gegeben, die nun intensiviert werden sollen. Konkret geht es unter anderem um Methanisierung mit Biogrundlagen. Dabei handelt es sich um eine chemische Reaktion, bei der unter Einsatz von Ökostrom ein Brenngas hergestellt wird. Erhard Prehm unterstrich, dass der Kreis nicht selbst investieren wird, sondern sich als Koordinator sehe.

Landrat Michael Ziche lobte beim Betriebsausschuss am Dienstagabend das jahrelange Engagement von Erhard Prehm. Bevor dieser Eigenbetriebsleiter war, arbeitete er in leitender Funktion direkt in der Kreisverwaltung. Mit seinem Weggang wird sich beim IGZ einiges ändern. Michael Ziche kündigte an, dass der Kreis-Eigenbetrieb in den nächsten Monaten aufgelöst wird und die Arbeitsbereiche der Verwaltung zugeordnet werden.

Bis dahin wird Sylvia Stummer, die bisherige Stellvertreterin von Erhard Prehm, den Eigenbetrieb kommissarisch führen. Michael Ziche will mit dem Umstrukturieren Prozesse optimieren. Ein Beispiel: Die Wirtschaftsförderung des Kreises und der IGZ-Bereich für Existenzgründer verschmelzen. Die vorhandenen Gebäude sowie Betriebsgelände bleiben im kommunalen Besitz. Bis zum Jahresende soll der gesamte IGZ-Aufgabenbereich umstrukturiert werden.

Von Christian Ziems

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