Stockhammer kündigt 16 Millionen Euro Investitionen an / Minister sieht Fördermittel gut angelegt

Kraiburg-Manager gibt Gummi

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Kraiburg-Manager Georg Stockhammer (v.r.) nahm gestern Minister Hartmut Mölling, Kreis-Sportausschussvorsitzenden Carsten Borchert und CDU-Landtagsabgeordneten Uwe Harms mit auf einen Wirtschaftsexkurs durch sein erfolgreiches Unternehmen in Salzwedel. Der Minister sieht die Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt gut angelegt.

Salzwedel. Das sachsen-anhaltinische Wirtschaftsministerium bewilligte am 30. Dezember, dem letzten Arbeitstag des vergangenen Jahres, 943 000 Euro Fördermittel für die Kraiburg Relastec in Salzwedel. Gestern brachte Wirtschaftsminister Hartmut Möllring den Bescheid vorbei.

Kraiburg will neue Wege gehen und nun auch Kunststoffe an seinem produktionsstärksten Standort einsetzen. Von Salzwedel aus wird 71 Prozent des Kraiburg-Exports in über 80 Länder abgewickelt. Die Auftragsbücher sind so voll, dass man kaum nachkomme, sagte Geschäftsführer Georg Stockhammer. Der freute sich über die Fördermittel, machte aber deutlich, dass das Unternehmen auch ohne den Landeszuschuss in Salzwedel kräftig investiert. Die neue Fertigung soll 6,3 Millionen Euro kosten. Gebaut wird – wie immer bei Kraiburg – mit Firmen aus der Region, machte der Geschäftsführer deutlich.

Die Investition bedeutet aber auch einen Zuwachs an Arbeitsplätzen. Die Einstellungen laufen bereits, die ersten nehmen ab 1. März ihre Arbeit auf. Mindestens 27 neue Jobs sieht das innovative Kraiburg-Vorhaben an der Fuchsberger Straße vor.

Insgesamt sollen in den nächsten drei Jahren 16 Millionen Euro in den Standort Salzwedel fließen, glänzte Georg Stockhammer mit einer seit der Wende anhaltenden Erfolgsbilanz. Und die wies für die Kraiburg-Unternehmen 2015 summasummarum 513 Millionen Euro Umsatz aus. In diesem Jahr plant Stockhammer 549 Millionen Euro.

„Wir fühlen uns wohl hier in Salzwedel“, untermauerte der Kraiburg-Manager das Engagement in der Hansestadt. „Wir haben sehr gute Arbeitskräfte. Deswegen bezahlen wir auch gute Löhne – wenn es dem Unternehmen gut geht, dann muss es auch den Mitarbeitern gut gehen“, nannte Stockhammer einen der Erfolgsschlüssel seines Unternehmens.

Der Wirtschaftsminister war verblüfft: „Sonst hört man immer nur Klagen.“

Von Holger Benecke

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