Christiane Peters päppelt kleine und große Piepmätze auf

Kommt ein Vogel geflogen ...

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Falke Charly hat Glück gehabt – die Salzwedelerin Christiane Peters (kl. Bild) bringt dem Greifvogel das Fliegen und Jagen bei, damit er sich wieder in der Natur zurecht findet.

Salzwedel. „So lange ich denken kann, sind Schwalben in unserem Haus“, sagt Christine Peters über ihre Passion – die Vogelexpertin päppelt kleine und große Piepmätze auf, um diese wieder in die Freiheit zu entlassen.

Zurzeit ist Falke Charly das Sorgenkind der Salzwedelerin. Charly wurde im Wold gefunden und zu ihr gebracht. „Er muss bereits in Gefangenschaft gewesen sein“, vermutet Peters. Der Vogel kann nämlich nicht richtig fliegen und jagen. Im Moment wird er mit Rindfleisch, Küken und Mäusen gefüttert.

Die Voliere bietet Platz, um auch größeren Vögeln zu helfen.

Vor sieben Jahren ist eine Schwalbe aus dem heimischen Nest gefallen. Es war der erste Vogel, dem Christiane Peters das Leben rettete. Mittlerweile ist sie zur Anlaufstelle für verwaiste Vögel geworden. Sie ist dabei auch Ansprechpartner für das Tierheim in Salzwedel und Förstern aus der Umgebung. „Meine Großtante hatte mich auf darauf gebracht, und ein Herz für Tiere hatte ich schon immer“, erklärt die Expertin. Das Wissen über die fliegenden Geschöpfe hat sie sich selbst beigebracht: „Ich habe viel darüber gelesen.“ In diesem Jahr mussten die geliebten Tiere in den Garten weichen. „Ich habe mir eine Voliere bauen lassen“, so hat die engagierte Tierschützerin auch ausreichend Platz für größere Vögel, wie der Eichelhäher und die Elstern, die Peters Hilfe brauchten.

Ein bisschen Wehmut schwingt jedoch immer mit, wenn die Tiere in die Freiheit entlassen werden. Je nach Art des Vogels werden sie in gewohnter Umgebung aus dem Käfig gelassen. Die Größe des Patienten spielt übrigens keine Rolle. „So lange sie nicht krank sind, bekommt man die Tiere durch“, so Peters. Ein wichtiger Tipp von der Vogelliebhaberin: „Wenn die Tiere fliegen können, sollte man sie nicht einfangen.“ Diese Piepmätze kommen alleine in der Natur zurecht.

Von Ann-Kathrin Rohmann

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