Rettungskette Forst in altmärkische Wälder integriert

Kleine Tafeln können Leben retten

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Solche Rettungspunkte, wie abgebildet am Gollensdorfer Postweg in Arendsee, wurden in vielen Bereichen eingerichtet.

Altmark. Ein Unfall mit der Kettensäge im Wald – schnelle ärztliche Hilfe ist nötig. Doch woher sollen die Rettungskräfte wissen, wohin sie ganz genau müssen?

So genannte Rettungspunkte, die seit 2015 in Form von grünen Schildern mit weißem Aufdruck aufgestellt wurden, sollen dabei helfen. Mit Hilfe der Abkürzung für den jeweiligen Kreis und einer Nummer können die Mitarbeiter der Rettungsleitstellen schnell herausfinden, wo sich der Anrufer befindet. In ganz Sachsen-Anhalt gibt es derzeit insgesamt rund 980 solcher Punkte.

Die Schilder dienen als Treffpunkt für die Rettungskräfte. Die Rettungskette wurde in erster Linie für im Wald arbeitende Personen der Forstverwaltung initiiert. Im Notfall können natürlich auch Waldbesucher davon Gebrauch machen. Das richtige Benennen des Standortes ist auch wichtig, wenn zum Beispiel Brände entdeckt werden.

Das Landeszentrum Wald verweist zudem auf die Apps „Hilfe im Wald“ und „Meine Umwelt“. Diese sind kostenlos und können im Notfall eine große Hilfe sein. Bei bestehender Internetverbindung haben Spaziergänger die Möglichkeit, ihren Standort sowie den nächstgelegenen Rettungspunkt zu bestimmen.

Bei Notrufen gelten im Wald die gleichen Grundsätze wie sonst auch. Mit Hilfe der fünf W-Fragen können die wichtigsten Punkte abgearbeitet werden. Diese lauten: Wo ist etwas geschehen? Was ist geschehen? Wie viele Personen sind betroffen? Welche Art der Erkrankung oder Verletzung liegt vor? Und: Wer meldet?

Von Christian Ziems

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