Arbeitgeber Stadt: Geplante Sozialräume wieder vergessen

Keine Dusche für 13 Bauhof-Männer

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Zwei Handwaschbecken in der Toilette müssen für 13 Männer reichen. Eine Dusche gibt es im städtischen Bauhof nicht.

Salzwedel. Manche Frauen haben größere, begehbare Kleiderschränke für sich allein: Jeden Tag drängeln sich bei Arbeitsbeginn und -ende 13 Männer im viel zu kleinen Umkleideraum des städtischen Bauhofes an der Lüneburger Straße.

Und nach schmutziger und schweißtreibender Arbeit oder dem Umgang mit Anti-Graffiti-Chemie unter die Dusche – Pustekuchen. So etwas gibts an der Lüneburger Straße nicht. Für 13 Männer sind lediglich zwei Handwaschbecken in der Toilette vorhanden.

Mehr Platz haben die 13 Bauhof-Männer an der Lüneburger Straße nicht, um sich umzuziehen.

Das Problem ist nicht neu und Verwaltung wie Stadtrat bekannt. Schon lange. Vor mehr als zehn Jahren sollte ein Sozialbau errichtet werden, damit die Mitarbeiter nach getaner Arbeit für die Stadt, einer vernünftigen Körperhygiene nachgehen können. Der Sozialbau wurde nie beschlossen. Stattdessen gab es immer wieder Sparpläne. Die fehlenden Duschen minimieren allerdings das Problem mit dem engen Umkleideraum. Dort würde sonst noch mehr Gedränge herrschen. Die Mitarbeiter nehmen das, was in keiner privaten Firma möglich wäre, zähneknirschend hin – geduscht wird zu Hause.

Im Stadtrat ist das Thema der sozialen Fürsorgepflicht für die eigenen Mitarbeiter vom Bauhof schon lange kein Thema mehr gewesen.

Von Holger Benecke

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