Kreis reicht Vorschlag an Stadt weiter

Bundesfeldweg: Kaum Chancen auf eine Einbahnstraße

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Der Bundesfeldweg führt zwischen der Bundesstraße 190 nach Ritze. Der Kreis hält an den Plänen zum Ausbau der Fahrbahn fest.

Salzwedel. Der Altmarkkreis wird aus dem Bundesfeldweg keine Einbahnstraße machen. Diese Information gab es beim Kreisausschuss am Montagabend.

Komunalpolitiker Frank Rossau (Freie Liste) hatte den Vorschlag gemacht, bis zum Ausbau der Abkürzung zumindest einen einseitigen Verkehr für alle zu ermöglichen. Derzeit dürfen in beide Richtungen nur landwirtschaftliche Fahrzeuge passieren. So wird es wohl auch erst einmal bleiben.

Denn der Kreis ist für die Straße erst zuständig, wenn der Ausbau beginnt. Dies erklärte Landrat Michael Ziche. Und dann ist eine mögliche Einbahnstraße überholt, denn die Fahrbahn soll verbreitert werden. Bis dahin gehört die Strecke zwischen der Bundesstraße 190 und Ritze weiterhin der Stadt Salzwedel. Die Verwaltung hatte die Straße für den allgemeinen Verkehr sperren lassen. Zuvor hatte die Deutsche Bahn Druck gemacht und dies gefordert. Die Amerikalinie führt durch die Straße, die einst als ländlicher Weg von der früheren Gemeinde Chüden gebaut wurde. Die Piste hat nicht die nötige Breite, um sie komplett freigeben zu können.

Kreis-Bauamtsleiter Andreas Freude begründete, warum aus seiner Sicht auch eine Einbahnstraße nicht sinnvoll wäre. Eine Konsequenz wären große Umwege für den landwirtschaftlichen Verkehr. Dieser dürfte die Strecke dann auch nur noch in eine Richtung nutzen. Frank Rossau gab sich damit nicht zufrieden und argumentierte, dass andere Kraftfahrer auch größere Umwege in Kauf nehmen müssen. Die Fahrbahn verkürzt den Weg von der B 190 in Richtung Niedersachsen. Der Vorschlag von Frank Rossau soll vom Kreis nun auf den Tisch der Stadtverwaltung.

Was den geplanten Ausbau der Fahrbahn angeht, gibt es weiterhin keinen Termin für den Start. Der Kreis ist immer noch dabei, die nötigen Grundstücke zu erwerben. Bereits in der Vergangenheit war davon die Rede, dass nicht alle Besitzer ihre Flächen hergeben wollen.

Von Christian Ziems

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