Katzenjammer um „Schröder“

Geessien de Rooy (54) aus Diesdorf mit einem ihrer schnurrenden Lieblinge, die sie derzeit in Pflege hat. Einige Katzen aus der Bahnhofstraße sind spurlos verschwunden. Foto: Zuber

Diesdorf / Dähre. In Dähre und Diesdorf verschwinden immer mehr Katzen spurlos. So erging es zum Beispiel Familie Burzan aus Diesdorf: Da gab es Tränen, weil „Schröder“, der geliebte Kater, von seinem Streifzug einfach nicht mehr zurück kam. Er bleibt, wie so viele Katzen in Dähre und Diesdorf, verschollen und reiht sich in die lange Riege der Vermissten ein.

Katzenmutter Geessien de Rooy, die im ehemaligen Diesdorfer Bahnhof wohnt, kann ein Lied von dem Elend singen: „Bei mir sind in den vergangenen Wochen gleich mehrere Katzen spurlos verschwunden“, sagt Geessien de Rooy. Für sie ist jeder Verlust eines „Stubentigers“ besonders schmerzlich. „Ich liebe Katzen und bei uns fühlen sie sich wohl. Mehrere herunter gekommene Schnurrer habe ich schon aufgepäppelt“, sagt die 54-Jährige und streichelt ihren behinderten dreibeinigen Liebling. Insgesamt sechs Katzen werden derzeit allein um den alten Bahnhof herum vermisst. Es waren keine streunenden Tiere. Nahezu alle Katzen hatten ein Halsband. Die Nachbarin von Geessien de Rooy suchte ihre Mieze sogar per Foto – vergebens.

Auch in Dähre werden immer mehr Katzen vermisst. „Allein an der Salzwedeler Straße sind mehrere Tiere spurlos verschwunden“, sagte Katzenfreund Matthias Peter aus Eickhorst. Sicher gebe es eine gewisse Unfallrate vor allem bei jungen Katzen, sagt Geessien de Rooy. Dennoch: Die hohe Zahl der verloren gegangenen Stubentiger in den vergangenen Monaten lässt viel Spielraum für Spekulationen: Geht etwa in Dähre und Diesdorf ein „Katzenripper“ um, der die Tiere heimlich mit einer Falle greift? Die Betroffenen wissen es nicht und möchten auch niemanden verdächtigen.

Sie wollen nur alle Einwohner bitten, in dieser Sache künftig etwas aufmerksamer zu sein. „Denn Katzen sind auch geliebte Familienmitglieder, die man sehr vermisst, wenn sie plötzlich fort sind“, sagt Geessien de Rooy traurig.

Von Kai Zuber

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