Landkreis koordiniert Beseitigung / „Keine hundertprozentige Lösung“

Kampf gegen Eichenspinner steht bevor

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Es wird damit gerechnet, dass der Befall in 14 Tagen beginnt.

Salzwedel. „In ein bis zwei Wochen könnte es mit den Eichenprozessionsspinnern los gehen. Das wird in diesem großen Gebiet sicherlich von Ort zu Ort unterschliedlich sein“, schätzt Thomas Kölle vom Sachgebiet Naturschutz und Landschaftspflege des Landkreises ein.

„Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre können wir sagen, dass der Befall deutlich zugenommen hat und noch stärker wird, wenn jetzt nichts unternommen wird“, informierte Herbert Halbe, Amtsleiter für Wasserwirtschaft und Naturschutz und rät Altmärkern, die befallene Bäume auf ihren Grundstücken haben, sich zeitnah an die Gemeinden zu wenden.

Der Altmarkkreis geht mit den meisten Gemeinden im Kampf gegen die Eichenprozessionsspinner gemeinsame Wege. Das bietet auch Vorteile für Leute, deren Privatgrundstücke betroffen sind.

Durch ein Ausschreibungsverfahren des Landkreises, an dem sich bis auf Dähre, Apenburg-Winterfeld, Jübar, Kuhfelde und Rohrberg alle Gemeinden des Altmarkkreises beteiligt haben, werden die Kosten zur Beseitigung deutlich gesenkt. Im Kreis wurden 12 000 Bäume von den Gemeinden als Betroffen gemeldet. „Es wird leider keine hundertprozentige Lösung geben“, so Kölle. „Aber es geht darum, eine Kette zu unterbrechen“, wendet er sich an Privatpersonen, die die finanziellen Kosten der Beseitigung selbst tragen müssen. Es bringe wenig, die Eichenprozessionsspinner auf dem Dorfplatz zu beseitigen und hundert Meter weiter auf Privatgrundstücken nicht.

„Ich hatte mit Gemeinden in Baden-Württemberg Kontakt, die nach einigen Jahren intensiver Beseitigung das Problem mit den Schädlingen lösen konnten“, berichtet Thomas Kölle. „Man sollte sich möglichst schnell an das Ordnungsamt der Gemeinden wenden“, erklärt Herbert Halbe und weist daraufhin, dass eine chemische Beseitigung nur innerhalb von 14 Tagen möglich ist, wenn die Raupen schlüpfen. Danach müssen die Schädlinge bis August mechanisch beseitigt werden. Dies sei auch an Orten wie Spielplätzen, Kindergärten oder Schulen der Fall.

„Die Ausschreibung war sehr schwierig weil nicht vorher abzusehen ist, wo der Eichenbefall wie hoch ist“, berichtet Herbert Halbe. Die Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und den Gemeinden verlaufe allerdings gut und die gemeinsame Koordinierung sei ein Vorteil. „Wir hoffen, dass sich die lange Vorbereitungszeit auszahlt“, so Herbert Halbe.

Von Birte Grote

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