Goldafter puppt sich im Winter ein / Nester nur in Schutzkleidung entfernen

Kahlfraß durch Raupen in der Altmark

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In der Regel richten die Raupen im Herbst keinen großen Schaden an. Treten allerdings im August längere Schönwetterphasen auf, kann es zu Kahlfraß kommen. Daher sollten die Raupennester im Winter entfernt werden.

Altmark. Beim Spaziergang im Herbst, wenn die Blätter von den Ästen gefallen sind, werden sie entlang von Straßen sichtbar – Weiße, mit Blättern zusammengesponnene Nester an den Triebspitzen von Laubbäumen, die in der Sonne glänzend-silbern schimmern.

Nicht nur die Prozessionspinner-Bekämpfung sorgt für Probleme. Auch die Nester des Goldafter (kl. Bild) führen zu Hautreizungen.

So mancher stellt sich beim Betrachten die Frage, worum es sich hierbei handelt. Und die, die wissen, womit sie es zu tun haben, ob man gegen diese Gespinste etwas tun kann. Denn diese zusammengesponnenen Gespinste sind Nester, in denen die Raupen des Goldafters überwintern. Und mit Beginn des Laubaustriebes im nächsten Frühjahr verlassen die Raupen die Gespinste und beginnen zu fressen, wie die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) informierte.

Und je größer die Tierchen werden, umso größer wird auch deren Hunger. Und am Ende finden sich nur noch die mit feinen Gespinstfäden überzogene Blattstiele. Im Extremfall kann es bis zum Kahlfraß an den Bäumen kommen.

Ab Ende Juni verpuppen sich diese Raupen dann zwischen Astgabeln, Rindenrissen oder am Boden in einem schmutzig gelben bis grauen Kokon. Nach etwa zwei Wochen schlüpft ein schneeweißer Falter, der Mitte Juli seine Eier haufenweise auf den Blättern ablegt.

Aus den Eiern schlüpfen dann im August schwarzgraue, behaarte Raupen, um sich an den Triebenden ein Nest zum Schutz vor Witterungseinflüssen anzufertigen.

Bei sonnigem Wetter verlassen die Tiere das Gespinst, um in der Umgebung die Blätter zu benagen. In der Regel richten die Raupen im Herbst keinen großen wirtschaftlichen Schaden an. Treten allerdings im August längere Schönwetterphasen auf, kann es zu Kahlfraß kommen.

Eine chemische Bekämpfung des Goldafters an Straßenbäumen ist schwer umzusetzen. Deshalb ist, um einen Kahlfraß im nächsten Frühjahr zu verhindern, die wirkungsvollste, umweltschonendste und billigste Bekämpfung des Goldafters das Herausschneiden und Verbrennen der Raupennester während der Wintermonate bis spätestens März.

Beim Schnitt sollte entsprechende Schutzausrüstung getragen werden, da der Kontakt mit Raupenhaaren zu Hautreizungen und Allergien führen kann.

Von Katja Lüdemann

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