EDV in der Feuerwache: Scharfe Kritik an Verwaltungsmitarbeitern

„Jede Firma wäre pleite“

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Gerätewart Andreas Schulz muss täglich mit den Computern in der Wache arbeiten – doch die laufen nicht nach Feuerwehrstandard.

Salzwedel. „Seit sechs Jahren diskutieren wir über unsere Computeranlage – jedes Unternehmen in Deutschland wäre längst pleite. “ Es geht um die Salzwedeler Feuerwache. Und Fördervereinsvorsitzender Baldur Berg nimmt kein Blatt vor den Mund.

Und fordert: „Entweder wir suchen uns einen anderen Dienstleister oder anderes Personal. “.

Das Personal, das die Computeranlage in der hochmodernen Feuerwache betreut, wird von der Stadtverwaltung gestellt. „Hier steht Hardware für tausende Euro und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung erklären uns, was nicht geht. Wenn wir das bei unseren Einsätzen auch machen würden, bekämen wir kein Feuer aus“, platzt Berg der Kragen.

Oberbürgermeisterin Sabine Danicke versprach, sich des Problems persönlich anzunehmen. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes soll sich mit der Feuerwehr zusammensetzen und deren Wünsche aufnehmen und ein EDVler soll anschließend umsetzen, was machbar ist, war aus der Stadtverwaltung zu erfahren.

Was die Feuerwehr will, das haben die Brandschützer schon vor Jahren mitgeteilt – schriftlich. „Sogar mit Bildern zum besseren Verständnis“, wundern sich die Aktiven. Baldur Berg: „In fünf Jahren ist das, was wir diskutiert haben, schon zur Hälfte veraltet.“ Zudem sei es kein Problem, die drei Gerätewarte, die in der Wache sind, auch zu fragen.

Übrigens: Der einzige Rechner, der bei der Freiwilligen Feuerwehr so funktioniert, wie die Kameraden es für Einsatzgeschehen und Verwaltung benötigen, ist der vom Förderverein gesponserte Laptop. Und der wird nicht von den städtischen Spezialisten, sondern von den Feuerwehrleuten selbst betreut.

Mehr steht heute in der gedruckten sowie auch in der digitalen Ausgabe.

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