Rollendes Material der Grenzer wird versteigert

Vor 25 Jahren auf dem Fuchsberg: Stoffhunde unterm Hammer

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Fahrzeug an Fahrzeug – vorn die Stoffhunde, dahinter die LO – standen vor 25 Jahren auf dem ehemaligen Rollfeld zur Versteigerung.

Salzwedel. Vor 25 Jahren – am 28. und 29. August 1991 – wimmelte es auf dem Salzwedeler Fuchsberg von Zivilisten. Auf dem seit 1934 als militärisch genutztem Areal wurden die letzten Fahrzeuge der Grenztruppen der DDR versteigert. Diese waren bereits am 30. September 1990 aufgelöst worden.

Vor der Versteigerung informierten sich die potenziellen Bieter auf über den Zustand der Fahrzeuge.

Nun standen auf dem ehemaligen Rollfeld Stoffhunde, so wurden die Trabant Kübel genannt, LO-, W 50- und Tatra-Lkw der verschiedensten Ausstattungen sowie Motorräder MZ 250 zur Versteigerung. Im Fritz-Heckert-Saal, benannt nach dem Namesgeber des auf dem Salzwedeler Fuchsberg stationierten Grenzregiments 24 „Fritz Heckert“, standen die Auktionatoren auf den Tischen, um die Masse der angerückten Bieter überhaupt überblicken zu können. Viele Interessenten waren aus dem nahen Niedersachsen und auch aus anderen alten Bundesländern gekommen. Denn die Nachfrage nach der DDR-Militärtechnik war groß. Allerdings waren die Fahrzeuge, die dort an den Mann bzw. an die Frau gebracht wurden, nicht mehr die besten. Doch fand selbst ein Stoffhund mit Getriebeschaden für 5000 DM (!) einen neuen, zivilen Besitzer.

Von Holger Benecke

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